Behauptung in israelischen Medien über Netanjahu! 'Für die Menschen in Gaza...'
Israelische Medien berichten, dass Premierminister Benjamin Netanjahu daran arbeite, die freiwillige Auswanderung von Palästinensern aus dem Gazastreifen in andere Länder zu fördern.
AA
Wie die israelische Zeitung Israel HaYom berichtet, sagte Netanjahu bei einem Treffen mit Abgeordneten seiner Likud-Partei: "Unser Problem sind die Länder, die bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen. Wir arbeiten daran, dies zu lösen."
Der israelische Abgeordnete Danny Danon, der bei dem Treffen das Thema der Umsiedlung von Palästinensern aus Gaza ansprach, erklärte dazu:
"Die Welt diskutiert dieses Thema bereits faktisch. Der kanadische Einwanderungsminister Marc Miller hat sich öffentlich dazu geäußert. Ebenso Nikki Haley (eine der republikanischen Präsidentschaftskandidatinnen der USA für 2024). Wir sollten innerhalb Israels ein Team bilden, das sich um diejenigen kümmert, die Gaza verlassen und in ein Drittland gehen wollen."
Auf diese Worte von Danon antwortete Netanjahu mit dem Satz: "Wir arbeiten daran."
REAKTION AUS PALÄSTINA AUF NETANJAHUS EINGESTÄNDNIS ZUR "FREIWILLIGEN AUSWANDERUNG"
In einer schriftlichen Erklärung verurteilte das palästinensische Außenministerium die Äußerungen von Netanjahu und israelischen Abgeordneten zur freiwilligen Umsiedlung von Palästinensern aus Gaza in andere Länder.
In der Erklärung hieß es: "Diese Eingeständnisse Netanjahus erfordern eine mutige internationale Haltung, um die Angriffe auf Gaza und die Verbrechen des Völkermords unverzüglich zu stoppen."
Die Äußerungen seien ein Schlag ins Gesicht für die Länder, die Netanjahu unterstützen, so die Erklärung weiter: "Diese klaren und deutlichen Eingeständnisse offenbaren die wahren Ziele des Völkermordkrieges, der unter der Führung Netanjahus gegen das palästinensische Volk in Gaza geführt wird."
Die Hamas erklärte ihrerseits, dass Netanjahu und die israelische Armee ihre Ziele nicht erreicht hätten, und bezeichnete die Äußerungen als einen "Versuch, die Aggression in die Länge zu ziehen".
In der Erklärung wurde betont, dass das palästinensische Volk Pläne zur Vertreibung von seinem Land und seinen heiligen Stätten unter keinen Umständen zulassen werde.
Auch der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte im vergangenen Monat behauptet, dass die freiwillige Auswanderung von Palästinensern aus Gaza in andere Länder die "richtige humanitäre Lösung" sei.