Israelische Presse berichtet: Scharfes Telefonat zwischen Biden und Netanjahu

Es wird behauptet, dass US-Präsident Joe Biden den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu dazu aufgefordert habe, ein Abkommen zum Geiselaustausch mit der Hamas zu unterzeichnen. Berichten zufolge soll Biden in dem Telefonat mit Netanjahu einen sehr scharfen Ton angeschlagen haben.

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Laut israelischen Medienberichten hat Biden von Netanjahu die Unterzeichnung eines Geiselaustauschabkommens mit der Hamas gefordert.

Wie der israelische Fernsehsender Kanal 12 unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte US-Beamte berichtet, rief Biden Netanjahu an und erklärte, dass ein Geiselaustauschabkommen derzeit das Wichtigste sei, was getan werden müsse.

In dem Gespräch, das als schwierig beschrieben wurde und in dem Biden einen scharfen Ton wählte, forderte er Netanjahu dazu auf, eine weitere Eskalation der Spannungen in der Region zu vermeiden und stattdessen auf ein Geiselaustauschabkommen sowie einen Waffenstillstand im Gazastreifen hinzuarbeiten.

Die Parteien erörterten zudem die militärischen Vorbereitungen auf eine mögliche Vergeltungsmaßnahme des Iran nach der Ermordung des Leiters des Hamas-Politbüros, Ismail Haniyya.

DIE ERMORDUNG DES HAMAS-FÜHRERS HANIYYA IM IRAN

Haniyya hielt sich in Teheran auf, um an der Amtseinführung des neuen iranischen Präsidenten Masud Peseschkian teilzunehmen.

Die iranischen Revolutionsgarden gaben am frühen Morgen des 31. Juli bekannt, dass ein Angriff auf die Residenz verübt wurde, in der Haniyya in Teheran untergebracht war.

Während der Iran und die Hamas-Bewegung Israel für das Attentat verantwortlich machen, vermieden es israelische Beamte, sich zu dem Vorfall zu äußern.

Haniyya war am 6. Mai 2017 vom Hamas-Schura-Rat als Nachfolger von Chalid Maschal zum Leiter des Hamas-Politbüros gewählt worden.