Israelische Soldaten proben den Aufstand gegen Netanjahu: „Rote Linie überschritten“
In Israel haben 130 Soldaten einen Brief unterzeichnet, in dem sie erklären, dass sie ihren Dienst in der Armee verweigern werden, sollte die Regierung Netanjahu die Geiseln in Gaza nicht befreien und kein Waffenstillstandsabkommen erreichen. In dem Schreiben heißt es, der Krieg verzögere die Bemühungen zur Rettung der Gefangenen und gefährde das Leben der Soldaten.
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In Israel haben 130 Soldaten einen Brief unterzeichnet, in dem sie ankündigen, ihren Dienst in der Armee zu verweigern, falls die Regierung Netanjahu die Geiseln in Gaza nicht zurückholt und kein Waffenstillstandsabkommen erzielt. Wie die Zeitung Haaretz berichtet, wurde der Brief an das israelische Kabinett und die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) gerichtet.
Zu den Unterzeichnern gehören Reservisten und aktive Soldaten aus verschiedenen Einheiten, darunter Panzertruppen, Artillerie, das Heimatfrontkommando, die Luftwaffe und die Marine. In dem Brief heißt es:
„Es ist offensichtlich, dass die Fortsetzung des Krieges in Gaza nicht nur die Befreiung der Gefangenen aus der Gefangenschaft verzögert, sondern auch ihr Leben gefährdet. Zahlreiche Soldaten sind bei IDF-Angriffen ums Leben gekommen. Bei den israelischen Militäroperationen zur Rettung der Geiseln in Gaza sind zudem mehr Gefangene getötet worden, als gerettet werden konnten.“
Die israelischen Soldaten, die mit der Warnung „Wenn die Regierung keinen Waffenstillstand erreicht, werden wir unseren Dienst nicht fortsetzen“ drohen, schrieben weiter: „Für einige von uns ist die rote Linie bereits überschritten, für andere nähert sie sich schnell. Der Tag rückt näher, an dem wir mit gebrochenen Herzen den Dienst quittieren werden.“