"Israels Aggression birgt das Risiko, den Libanon in einen zweiten Gazastreifen zu verwandeln": Irans Präsident Peseschkian äußert sich

Der iranische Präsident Peseschkian, der sich für die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York aufhält, warnte in einem Interview mit CNN angesichts der Lage im Libanon: "Wenn die Angriffe Israels nicht gestoppt werden, könnte die Region in einen umfassenderen Krieg hineingezogen werden."

AA

In einem Gespräch mit dem Fernsehsender CNN in New York, wo er an der Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilnimmt, bewertete Peseschkian die möglichen Folgen der israelischen Aggression in der Region.

Peseschkian betonte, man könne nicht zulassen, dass der Libanon "zu einem weiteren Gazastreifen in den Händen Israels wird" und fügte hinzu: "Die Hisbollah kann dies nicht allein bewältigen. Die Hisbollah kann nicht allein gegen ein Regime bestehen, das von westlichen Ländern, europäischen Staaten und den USA mit den modernsten Waffen unterstützt wird."

Der iranische Präsident Peseschkian wiederholte, dass man nicht zulassen dürfe, dass der Libanon, wo Israel seine Angriffe fortsetzt, die gleiche Situation wie im Gazastreifen erlebe. Er warnte, dass die Region Gefahr laufe, in einen umfassenderen Krieg zu geraten, sollten die israelischen Angriffe nicht gestoppt werden.

492 MENSCHEN VERLOREN IHR LEBEN

Die israelische Armee führte seit gestern Morgen Hunderte von Luftangriffen auf den Libanon durch, die sich neben den südlichen Städten auch auf die Regionen Bekaa und Baalbek erstreckten. Das libanesische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass bei den Angriffen 492 Menschen ums Leben kamen, darunter 35 Kinder und 58 Frauen, und 1645 Personen verletzt wurden.

Die Fluchtwelle aus den südlichen Regionen des Landes in Richtung der Hauptstadt Beirut und in den Norden hält an.

Während das libanesische Bildungsministerium eine landesweite Unterbrechung des Unterrichts ankündigte, teilte das Innenministerium mit, dass Schulen im Süden des Landes geöffnet wurden, um den Bürgern, die durch die israelischen Angriffe vertrieben wurden, als Unterkunft zu dienen.