Israels ehemaliger Premierminister Bennett gegen Türkei und Katar: 'Wir werden sie aus Gaza entfernen'
Naftali Bennett erklärte, dass er im Falle einer Regierungsübernahme den Einfluss der Türkei und Katars in Gaza beenden und stattdessen Ägypten eine stärkere Rolle zuweisen werde.
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Der ehemalige israelische Premierminister und Vorsitzende der B’Yachad-Partei, Naftali Bennett, hat in seinen Erklärungen zur Zukunft Gazas die Türkei und Katar ins Visier genommen. Bennett erklärte, dass er im Falle einer Regierungsübernahme die Rolle beider Länder in Gaza beenden und Ägypten in diesem Bereich zu einem aktiveren Akteur machen werde.
In seiner Rede auf der Nationalen Sicherheitskonferenz seiner Partei kritisierte Bennett die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu dafür, dass sie ihr Sicherheitsverständnis nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 nicht ausreichend angepasst habe. Er argumentierte, dass Israel einen neuen Sicherheitsansatz benötige, der militärische, wirtschaftliche, diplomatische und innenpolitische Stärke gleichermaßen berücksichtigt.
Mit Blick auf Gaza wandte sich Bennett gegen den Einfluss der Türkei und Katars und sagte: „Wir werden die Türkei und Katar aus Gaza entfernen und durch Ägypten ersetzen.“ Bennett behauptete, dass die aktive Rolle von Ankara und Doha in der Region die Entwaffnung der Hamas verhindere, und argumentierte, dass die Hamas eliminiert werden könne, wenn Ägypten den Prozess gemeinsam mit Israel leite.
BOTSCHAFTEN ZU HAMAS, KATAR UND IRAN
Bennett behauptete, dass die Hamas während des Krieges vollständig zerschlagen werden müsse, die derzeitige Regierung sich jedoch von diesem Ziel entfernt habe. Der ehemalige Premierminister, der behauptete, dass die Hamas sich neu bewaffne und Ausbildungsaktivitäten für zukünftige Angriffe fortsetze, sagte, dass die israelische Armee ihre derzeitigen militärischen Stellungen in Gaza nicht aufgeben dürfe, bis die Hamas vollständig entwaffnet sei.
Bennett wiederholte seine Vorwürfe gegen Katar und behauptete, dass die Regierung in Doha zu den Ereignissen vom 7. Oktober beigetragen habe. Bennett erklärte, dass er Katar im Falle einer Rückkehr an die Macht offiziell zum „feindlichen Staat“ erklären werde. Die katarische Regierung hatte ähnliche Vorwürfe bereits zuvor zurückgewiesen.
Der ehemalige israelische Premierminister forderte zudem eine härtere Abschreckungspolitik gegenüber dem Iran und den vom Iran unterstützten Gruppen in der Region. „Wenn die Hisbollah das Feuer auf uns eröffnet, werden wir das Feuer auf den Iran eröffnen“, sagte Bennett und argumentierte, dass Angriffe auf Israel mit einer direkten Reaktion auf iranischem Boden beantwortet werden müssten.
In seiner Rede listete Bennett auch seine Vorschläge zur Innenpolitik auf. Er forderte die Einführung einer ausnahmslosen Wehrpflicht für alle wehrfähigen Personen, einschließlich ultra-orthodoxer Männer, sowie eine Umstrukturierung des Bildungssystems, eine Stärkung der israelischen Kommunikation gegenüber der internationalen Öffentlichkeit und eine Ausweitung der Abraham-Abkommen.