Israels Generalstabschef Zamir: Israelische Armee steht vor dem Zusammenbruch

Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir berichtete gestern Abend bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts von einer Personal- und Krisensituation in der israelischen Armee.

İHA

Zamir wies auf die Personalkrise bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) hin und erklärte, dass die israelische Armee vor dem Zusammenbruch stehe. Zamir sagte: "Schon bald wird die IDF nicht mehr in der Lage sein, ihre Routineaufgaben zu erfüllen, und das Reservistensystem wird seine Funktionsfähigkeit verlieren."

Berichten der israelischen Presse zufolge erklärte Zamir, dass die IDF unter einer Personalkrise leide und die Armee aufgrund steigender operativer Anforderungen und eines wachsenden Arbeitskräftemangels "vor dem Zusammenbruch" stehe. Zamir sagte den Ministern während der Sitzung: "Ich hebe 10 Warnsignale, bevor die IDF von innen heraus zusammenbricht."

Zamir betonte, dass die IDF Gesetze zur Wehrpflicht, zum Reservistendienst und zur Verlängerung der obligatorischen Dienstzeit benötige, und fügte hinzu: "Schon bald wird die IDF nicht mehr in der Lage sein, ihre Routineaufgaben zu erfüllen, und das Reservistensystem wird seine Funktionsfähigkeit verlieren."

Zamir hatte bereits zuvor gewarnt

Es ist bekannt, dass der israelische Generalstabschef in den letzten Monaten ähnliche Warnungen ausgesprochen hat. In einem scharfen Schreiben, das Zamir im Januar an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und andere hochrangige Beamte richtete, warnte er davor, dass der Mangel an Soldaten die militärische Einsatzbereitschaft Israels in naher Zukunft negativ beeinflussen könnte.

Forderung nach allgemeiner Wehrpflichtbefreiung in Israel

Die ultraorthodoxen Parteien in Israel hatten ein Gesetz gefordert, das die Einberufung ihrer Wähler verhindern soll, nachdem der Oberste Gerichtshof Israels im Juni 2024 entschieden hatte, dass die jahrzehntelange allgemeine Wehrpflichtbefreiung für Haredi-Juden keine gesetzliche Grundlage habe. Es wird angenommen, dass derzeit etwa 80.000 ultraorthodoxe Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren wehrdienstfähig sind, jedoch nicht zum Militärdienst eingezogen wurden.