Israels Premierminister Netanjahu droht Hisbollah mit 'Diplomatie'

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat erklärt, dass man andere Wege einschlagen werde, falls die Spannungen mit der Hisbollah an der libanesischen Grenze nicht auf diplomatischem Wege gelöst werden könnten.

AA

Die wöchentliche reguläre Kabinettssitzung fand unter dem Vorsitz von Netanjahu statt. Es fiel auf, dass das Mitglied des Kriegskabinetts Benny Gantz sowie zwei weitere Minister nicht an der Sitzung teilnahmen.

ANGRIFFE AUF GAZA THEMATISIERT

Es wird berichtet, dass Gantz und zwei Minister seiner Partei aufgrund der Spannungen mit Netanjahu nicht an der Kabinettssitzung teilgenommen haben.

Vor der Kabinettssitzung äußerte sich Netanjahu zu den Plänen für die Rückkehr der im Norden Israels vertriebenen Israelis aufgrund der Spannungen mit der Hisbollah sowie zu den Angriffen auf Gaza.

BETONUNG AUF 'FORTSETZUNG DER ANGRIFFE AUF GAZA'

Netanjahu erklärte, man sei entschlossen, die Israelis, die aufgrund der Spannungen mit der Hisbollah an der libanesischen Grenze vertrieben wurden, sicher in ihre Häuser zurückzubringen, und sagte: "Wenn wir es schaffen, werden wir dies auf diplomatischem Wege tun, wenn nicht, werden wir auf andere Weise arbeiten." Premierminister Netanjahu betonte, dass man die Angriffe auf Gaza fortsetzen werde, bis alle Ziele erreicht seien.

Amos Hochstein, ein Berater des US-Präsidenten Joe Biden, war nach der Tötung des hochrangigen Hamas-Funktionärs Salih al-Aruri in Beirut nach Tel Aviv gereist, um die eskalierenden Spannungen mit der Hisbollah zu deeskalieren.

Es wurde behauptet, dass israelische Beamte Amos Hochstein, dem leitenden Berater von US-Präsident Joe Biden, mitgeteilt hätten, dass sie entschlossen seien, auf die Option einer militärischen Operation gegen die Hisbollah zurückzugreifen, falls die diplomatischen Bemühungen scheitern sollten.

DROHUNG GEGEN HISBOLLAH

Der ehemalige israelische Außenminister Eli Cohen und das Mitglied des Kriegskabinetts Benny Gantz hatten am 28. Dezember erklärt, dass Tel Aviv neue Schritte unternehmen könnte, falls die Spannungen mit der Hisbollah an der libanesischen Grenze nicht diplomatisch gelöst würden.

Seit dem 8. Oktober kommt es an der Grenze immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Bei diesen Gefechten wurden nach Angaben der israelischen Streitkräfte 28 libanesische Zivilisten, 129 Hisbollah-Mitglieder sowie 5 israelische Zivilisten und 9 israelische Soldaten getötet.

Die gezielte Tötung des stellvertretenden Leiters des Politbüros, Salih al-Aruri, durch einen Luftangriff der Kräfte der Regierung von Tel Aviv am 2. Januar auf ein Hamas-Büro im Stadtteil Dahiye, der als "Hochburg der Hisbollah" in Beirut bekannt ist, hatte Befürchtungen geweckt, dass sich die anhaltenden kontrollierten Zusammenstöße zwischen der Hisbollah und Israel zu einem umfassenden Krieg ausweiten könnten.