Israels Reaktion auf Erdoğans 'Hamas'-Aussage: Wir lassen uns von Erdoğan keine Vorträge über Menschenrechte halten
Der ehemalige israelische Ministerpräsident Yair Lapid reagierte auf die Aussage des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, die Hamas sei keine Terrororganisation, mit den Worten: "Eine Schande für die Türkei".
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Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan sorgt mit seiner Aussage, "Die Hamas ist keine Terrororganisation, sondern eine Befreiungs- und Mudschaheddin-Gruppe", weiterhin für Empörung bei israelischen Politikern. Zuletzt äußerte sich der ehemalige israelische Ministerpräsident Yair Lapid mit der Reaktion: "Eine Schande für die Türkei".
Im Gespräch mit dem griechischen Staatsfernsehen ERT sagte Lapid: "Wir werden uns von Erdoğan keine Vorträge über Menschenrechte anhören und keine Anweisungen entgegennehmen. Dass er sich auf die Seite der Hamas gestellt hat, einer Terrororganisation, die unschuldige Menschen tötet, ist eine Schande für die Türkei und hat natürlich eine Krise zwischen Israel und der Türkei ausgelöst, deren Behebung lange dauern wird."
Lapid argumentierte, dass "die Achse Iran-Türkei in enger Zusammenarbeit mit ihren Stellvertretern versucht, eine breitere Region zu destabilisieren" und "mit Emotionen spielt, was dem Nahen Osten nichts als Schmerz und Zerstörung bringen wird".
WAS HAT ERDOĞAN GESAGT?
Erdoğan hatte bei der Fraktionssitzung seiner Partei AKP im Parlament seine bisher schärfste Erklärung gegen Israel seit dem 7. Oktober abgegeben und gesagt: "Oh Israel, du magst eine Organisation sein, denn der Westen schuldet dir viel. Aber die Türkei schuldet dir nichts. Der Westen betrachtet die Hamas als Terrororganisation. Die Hamas ist keine Terrororganisation, sondern eine Befreiungs- und Mudschaheddin-Gruppe, die versucht, ihr Land zu schützen." Während Erdoğan ankündigte, seinen geplanten Besuch in Israel abzusagen, wurde zudem behauptet, dass Ankara die Energiekooperation mit Tel Aviv ausgesetzt habe.