Italien-Afrika-Gipfel findet in Rom statt

Der italienische Präsident Sergio Mattarella erklärte, man strebe mit dem Italien-Afrika-Gipfel eine stärkere Beziehung zwischen dem afrikanischen Kontinent und seinem Land an.

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Die Eröffnung des Gipfels, der heute erstmals unter dem Titel "Italien-Afrika: Eine Brücke für gemeinsames Wachstum" in Rom stattfindet, erfolgte bereits gestern Abend mit einem Abendessen, das Präsident Mattarella zu Ehren der geladenen Staats- und Regierungschefs im Präsidentenpalast Quirinale gab.

In seiner dortigen Rede äußerte sich Mattarella zu den Zielen des Italien-Afrika-Gipfels wie folgt: "Unsere Absicht und Hoffnung ist es, nach dem intensiven Dialog, der in den letzten Jahren durch Konferenzen auf Ministerebene zwischen Italien und Afrika begonnen hat, eine stärkere und strukturiertere Beziehung zwischen dem afrikanischen Kontinent und unserem Land aufzubauen."

Mattarella betonte, dass man vor gemeinsamen Herausforderungen stehe und dass Afrika und Europa zusammenarbeiten müssten, um den Frieden und das Schicksal der Menschheit zu verteidigen.

Unter Bezugnahme auf ein afrikanisches Sprichwort sagte Mattarella: "Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam. Wenn unser Weg ein gemeinsamer Weg sein soll, der darauf abzielt, die Ziele von Wohlstand und Frieden in Afrika, in Europa und in der Welt zu erreichen, müssen wir unseren Willen gemeinsam in die Tat umsetzen."

"STÄNDIGE MITGLIEDSCHAFT EIN WICHTIGER MEILENSTEIN"

Präsident Mattarella erklärte, dass der Umfang möglicher Kooperationen zwischen Italien, Europa und Afrika breit gefächert sei.

Mattarella betonte, dass Italien im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft bereit sei, seinen Beitrag zu leisten und seinen Teil zu übernehmen, angefangen bei der Aufrechterhaltung der finanziellen Verpflichtungen gegenüber Afrika.

"Die Stimme der afrikanischen Länder muss auf internationalen Plattformen immer mehr Gehör finden", sagte Mattarella und fügte hinzu, dass die ständige Mitgliedschaft der Afrikanischen Union (AU) in der G20 ein wichtiger Meilenstein in dieser Hinsicht sei.

Auf dem Gipfel, der am Vormittag im Senatsgebäude in der Hauptstadt Rom beginnt, werden neben den italienisch-afrikanischen Beziehungen auch verschiedene Themen zwischen Italien, der EU, der AU, Organisationen der Vereinten Nationen (UN) und den afrikanischen Ländern erörtert.

Es wird erwartet, dass die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf dem Gipfel die Details des "Mattei-Plans" mit den geladenen Staats- und Regierungschefs teilen wird. Der Plan, der nach dem 1962 bei einem Flugzeugabsturz verstorbenen italienischen Geschäftsmann Enrico Mattei benannt ist, umfasst verschiedene Entwicklungsinitiativen für Afrika, insbesondere im Energiebereich.

Der Gipfel soll am Abend mit der Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung enden.