Auszeichnung als 'Mann des Jahres' für Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni
Die rechtsextreme italienische Zeitung Libero Quotidiano hat Italiens erste Ministerpräsidentin, Giorgia Meloni, mit dem Preis 'Mann des Jahres' ausgezeichnet.
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Die Zeitung verteidigte diese Auszeichnung mit den Behauptungen: "Wir haben jemanden gewählt, der in Kriegszeiten zu kämpfen weiß" und "Sie hat den Geschlechterkampf gewonnen und die gläserne Decke durchbrochen".
Es fiel auf, dass der Leitartikel in der Zeitung von Melonis ehemaligem PR-Chef verfasst wurde.
Viele oppositionelle Zeitungen kritisierten diesen Titel scharf. In Italien ist eine Debatte über Sexismus entbrannt. Zahlreiche Politikerinnen erklärten, dass die Wahl Melonis zum "Mann des Jahres", weil sie eine Kämpferin sei, auf der Wahrnehmung beruhe, dass Männer stärker seien.
"DAS IST EINE UNTERWERFUNG"
Die Abgeordnete Elly Schlein von der Mitte-links-Partei Partito Democratico sagte: "Heute hat uns eine rechte Zeitung erklärt, dass Politik und Macht für Männer sind. Ich halte das für eine Unterwerfung."
Die Abgeordnete Elisabetta Piccolotti vom Bündnis der Grünen und der Linken betonte ebenfalls, dass diese Sichtweise ein Spiegelbild des Gedankens sei, dass "Männer überlegen sind".
Unterdessen war die Vorsitzende der rechtsextremen Partei Fratelli d'Italia, Giorgia Meloni, im Oktober letzten Jahres durch den Wahlsieg an die Macht gekommen.