IWF nimmt Arbeit mit Russland wieder auf: Kritik von 9 europäischen Ländern
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit Russland wieder aufzunehmen. Als Reaktion darauf haben 9 europäische Länder heute (13. September) ein Protestschreiben an den IWF gesendet, um ihren Unmut zu äußern.
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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Der IWF hatte in den vergangenen Wochen bekannt gegeben, dass die finanziellen Beziehungen zu Russland „wieder aufgebaut“ werden sollen. Die Finanzminister von Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Island, Dänemark, Norwegen und Polen brachten in einem Brief an IWF-Chefin Kristalina Georgieva ihren Widerstand gegen diese Entscheidung zum Ausdruck.
Die Finanzminister der 9 Länder schrieben in dem Brief: „Wir möchten unsere starke Unzufriedenheit mit solchen Plänen des IWF zum Ausdruck bringen.“
Der russische IWF-Direktor Aleksei Mozhin hatte am 2. September gegenüber Reuters erklärt, dass der Fonds am 16. September wieder mit Online-Konsultationen beginnen werde und eine IWF-Delegation Moskau bis zum 1. Oktober besuchen werde, um sich mit russischen Vertretern zu treffen.
EU-Beamte teilten mit, dass Georgieva an einem Treffen mit EU-Finanzministern und Zentralbankvertretern in Budapest teilnehmen werde, bei dem ihr Fragen zu den Plänen des IWF gestellt würden.
Ein EU-Beamter, der gegenüber Reuters sprach, fragte: „Welche Empfehlungen möchte der IWF Russland am Ende der Konsultation geben? Wie man eine Kriegswirtschaft besser verwaltet?“
In dem Brief wurde betont, dass Russland als „Aggressorstaat“ nicht von den Empfehlungen des IWF profitieren sollte. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Bereitschaft der Geberländer, die Ukraine über IWF-Initiativen zu unterstützen, abnehmen würde, sollte der IWF seine Pläne umsetzen, da dies das Vertrauen in den IWF untergraben würde.