Kanada bereitet sich nach US-Wahl auf Migrationswelle vor: Legault fordert schnelles Handeln
Der Premierminister der kanadischen Provinz Quebec, François Legault, hat vor einem möglichen massiven Zustrom von Migranten nach Kanada infolge des Wahlsiegs von Donald Trump bei den US-Wahlen gewarnt. Während Legault betonte, dass die Bundesregierung schnell handeln müsse, um die Grenzsicherheit zu gewährleisten, äußerte sich die stellvertretende kanadische Premierministerin Chrystia Freeland beschwichtigend zu diesen Bedenken.
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Nachdem Trump seinen Wahlsieg verkündet hatte, hielt Legault eine Pressekonferenz ab, in der er auf die mögliche Zunahme illegaler Migrationsbewegungen in der Region aufmerksam machte.
Legault warnte, dass sein Land schnell handeln müsse, um die Grenzen gegen einen „großen Migrationsstrom“ infolge von Trumps Wahlsieg in den USA zu sichern, und erklärte: „Wir werden die Bundesregierung dazu auffordern, ihrer Verantwortung zum Schutz unserer Grenzen nachzukommen.“
Legault betonte, dass die Zahl der Migranten, die in sein Land kommen könnten, sehr hoch sein werde, und wies darauf hin, dass Quebec eine gemeinsame Grenze mit vier US-Bundesstaaten habe.
Die stellvertretende kanadische Premierministerin Chrystia Freeland versuchte nach Legaults Äußerungen, die Sorgen zu zerstreuen, die Regierung von Premierminister Justin Trudeau könne die Grenzen nicht kontrollieren. Sie sagte: „Ich möchte den Kanadiern versichern, dass wir die Bedeutung der Grenzsicherheit und der Kontrolle unserer eigenen Grenzen sowie der Kontrolle darüber, wer nach Kanada einreist und wer nicht, absolut anerkennen.“
Die kanadische Bundespolizei erklärte ihrerseits, dass Notfallpläne für den Fall eines Migrationsansturms bereitstünden, einschließlich einer verstärkten Grenzüberwachung.
In den USA leben schätzungsweise 11 Millionen illegale Migranten, und Trump hatte im Wahlkampf versprochen, alle illegalen Einwanderer abzuschieben.