KI-Appell aus China

Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat auf die Unterschiede beim Zugang und Entwicklungsstand im Bereich der Künstlichen Intelligenz zwischen den Ländern hingewiesen und dazu aufgerufen, diese Technologie inklusiver zu gestalten.

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Bei der Eröffnung der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz 2024 in der chinesischen Stadt Shanghai wies Li darauf hin, dass weltweit immer noch 2,5 Milliarden Menschen keinen Internetzugang haben und viele Entwicklungsländer nicht von der Entwicklung der KI-Technologie profitieren können.

Li betonte, dass diese „Wissenskluft“ im Bereich der Künstlichen Intelligenz geschlossen werden müsse, und sagte: „Wir müssen ein faires und offenes Entwicklungsumfeld schaffen, damit mehr Länder von dieser aufstrebenden Technologie profitieren können.“

„KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IST EIN GEMEINSAMES GUT DER MENSCHHEIT“

Li erklärte, China glaube daran, dass Entwicklung nur dann erfolgreich sei, wenn alle von ihren Vorteilen profitieren könnten, und fügte hinzu: „Künstliche Intelligenz ist ein gemeinsames Gut der Menschheit.“

Li wies zudem auf die Risiken hin, die von der Künstlichen Intelligenz ausgehen, und sagte: „Die durch Künstliche Intelligenz verursachten Risiken sind ein gemeinsames Problem der gesamten Menschheit. Kein Land kann sich dem entziehen. Angesichts der rasanten Entwicklung dieser aufstrebenden Technologie müssen die Länder sicherstellen, dass sie sicher, zuverlässig und kontrollierbar ist.“

Li betonte, dass China einen bedeutenden Anteil an der globalen Entwicklung der Künstlichen Intelligenz habe und praktische Erfahrungen für die globale KI-Governance biete. Er rief dazu auf, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern in diesem Bereich zu vertiefen und durch einen für universelle Teilhabe offenen internationalen Mechanismus „auf breitem Konsens basierende Standardnormen zu schaffen“.

Li wies darauf hin, dass die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz für die Welt sowohl eine große Chance als auch eine große Herausforderung darstelle, und fuhr wie folgt fort:

„Der Kurs der Künstlichen Intelligenz gleicht dem Segeln auf einem großen Ozean. Die Aussicht vor uns ist aufregend, aber wir werden auf dem Weg unweigerlich auf Stürme stoßen. Wenn wir den richtigen Kurs bestimmen, zusammenarbeiten und uns gegenseitig helfen, können wir einen besseren Ort erreichen.“

DER VON CHINA BEI DER UNO EINGEREICHTE KI-ENTWURF

Der von China bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingereichte Entwurf zur Künstlichen Intelligenz wurde am 1. Juli mit der Unterstützung von 140 Ländern angenommen.

In der Resolution mit dem Titel „Stärkung der internationalen Zusammenarbeit beim Kapazitätsaufbau im Bereich der Künstlichen Intelligenz“ wurde betont, dass die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz menschenzentriert sein und der Menschheit zugutekommen müsse.

In der Resolution, in der dazu aufgerufen wurde, den Kapazitätsaufbau im Bereich der Künstlichen Intelligenz in den Ländern, insbesondere in den Entwicklungsländern, zu unterstützen, wurde darauf hingewiesen, dass die inklusive, nützliche und nachhaltige Entwicklung der Künstlichen Intelligenz einen Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bis 2030 leisten sollte.