Kirche von England warnt vor Diskriminierung von Muslimen: 'Menschen fühlen sich nicht sicher'

Nachdem die Regierung ihre Definition von 'Extremismus' geändert hat, warnten Bischöfe davor, dass die Diskriminierung im Land zunehmen könnte.

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Das geistliche Oberhaupt der Kirche von England und Erzbischof von Canterbury Justin Welby sowie der Erzbischof von York Stephen Cottrell veröffentlichten eine Erklärung, in der sie argumentierten, dass die von der Regierung vorgenommenen Änderungen an der Definition von 'Extremismus' die Diskriminierung von Muslimen verstärken könnten und dass sich muslimische Gruppen in ihrem Alltag nicht sicher fühlten.

In der Erklärung wurde betont, dass die Einstufung eines vielschichtigen Problems als hasserfüllter Extremismus 'die falschen Menschen stigmatisieren und das Risiko einer weiteren Spaltung bergen könnte', und dass die Änderung 'dass dies die Freiheit zur Religionsausübung und zum Protest gefährden könnte. Welby und Cottrell forderten die Regierung auf, ihre Entscheidung zu überdenken und breitere Konsultationen durchzuführen.

Die Geistlichen betonten zudem, dass das Problem der Diskriminierung in den letzten Monaten zugenommen habe. In der Erklärung wurde hervorgehoben, dass sich Muslime und Juden unsicher fühlten, wenn sie auf der Straße unterwegs seien oder zu ihren Arbeitsplätzen oder Gotteshäusern gingen. Die Bischöfe sagten: "Die Menschen fühlen sich nicht sicher" sagten sie.

In ihrer Erklärung äußerten sich die Bischöfe wie folgt:

"Wie unsere Führungskräfte darauf reagieren, ist zu wichtig, um es mit einer neuen Definition von Extremismus abzutun. Wir sind der Ansicht, dass die Einstufung eines vielschichtigen Problems als hasserfüllter Extremismus nicht für Klarheit sorgt oder einen versöhnlichen Ton anschlägt, sondern vielmehr das Risiko birgt, die falschen Personen zu diffamieren und für noch mehr Spaltung zu sorgen. Die vorgeschlagene neue Definition bedroht unbeabsichtigt nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch das Recht auf Religionsausübung und friedlichen Protest – Errungenschaften, die hart erkämpft wurden und das Gefüge einer zivilisierten Gesellschaft bilden. Noch wichtiger ist, dass sie das Risiko birgt, muslimische Gemeinschaften, die bereits einem zunehmenden Maß an Hass und Missbrauch ausgesetzt sind, unverhältnismäßig stark ins Visier zu nehmen."