Kolumbien weist israelische Diplomaten aus: Nach Angriff auf die Sumud-Flotte

Kolumbien hat nach dem israelischen Angriff auf die globale Sumud-Flotte, die humanitäre Hilfe in den Gazastreifen brachte, die Entscheidung getroffen, die Diplomaten des Landes auszuweisen.

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Die Entscheidung wurde als die bisher schärfste diplomatische Reaktion Kolumbiens gegenüber Israel gewertet.

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hatte bereits vor dem Angriff in Erklärungen betont, dass ein möglicher Eingriff gegen die Sumud-Flotte einen „offensichtlichen Verstoß gegen das Völkerrecht und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ darstellen würde. In einem Beitrag auf seinem X-Account wies Petro darauf hin, dass die Flotte in eine „Hochrisikozone eingedrungen“ sei, und erklärte: „Die Drohnenaktivitäten nehmen zu und unbekannte Schiffe werden auf dem Radar erfasst.“ Er hatte zudem berichtet, dass alle Personen an Bord in Erwartung eines Angriffs bereits ihre Schwimmwesten trugen.

Petro forderte zudem den vollen Respekt für das Leben und die Würde der mehr als 500 Zivilisten an Bord, darunter die kolumbianischen Freiwilligen Manuela Bedoya und Luna Barreto. Er bekräftigte, dass ein Angriff auf diese humanitäre Mission einen Bruch des Völkerrechts bedeuten würde.

Der kolumbianische Staatschef hatte bereits zuvor zu einer internationalen Konferenz zur Gründung eines palästinensischen Staates aufgerufen und auf die Verbrechen Israels im Gazastreifen aufmerksam gemacht. Petro hatte gefragt: „Sollte nicht eine Konferenz initiiert werden, um einen souveränen und freien Staat Palästina zu gründen?“