„Kondolenz“-Gespräch zwischen Netanjahu und Trump
Wie berichtet wurde, rief US-Präsident Donald Trump den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu an, um sein Beileid zum Tod zweier israelischer Diplomaten auszudrücken, die bei einem bewaffneten Angriff in Washington getötet wurden.
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In einer schriftlichen Erklärung des israelischen Presseamtes wurde mitgeteilt, dass Netanjahu und Trump ein Telefonat geführt hätten.
Es wurde erklärt, dass Trump gegenüber Netanjahu sein tiefes Bedauern über den bewaffneten Angriff in Washington zum Ausdruck gebracht habe, bei dem zwei israelische Diplomaten ums Leben kamen.
Bei dem Gespräch wurde zudem festgehalten, dass Netanjahu und Trump auch die Angriffe Israels auf den Gazastreifen erörterten.
Es wurde berichtet, dass der US-Präsident die Ziele unterstütze, die Netanjahu für die Angriffe auf den Gazastreifen festgelegt habe – Ziele, die als „Trump-Plan“ bekannt sind und die Freilassung aller israelischen Geiseln, die Zerschlagung der Hamas sowie die Vertreibung der Palästinenser aus der Region in andere Länder beinhalten.
Es wurde erklärt, dass sich Trump und Netanjahu darüber einig seien, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen erlangt.
Das Telefonat erregte Aufmerksamkeit, da es auf Berichte folgte, wonach es zwischen Trump und Netanjahu Spannungen gebe.
BEHAUPTUNGEN ÜBER SPANNUNGEN ZWISCHEN DEN BEIDEN
Die Aufnahme von Atomverhandlungen der USA mit dem Iran, die Entlassung des Nationalen Sicherheitsberaters Mike Waltz und die Einigung auf einen Waffenstillstand mit den Huthi-Rebellen im Jemen wurden als „Anzeichen für Probleme zwischen Trump und Netanjahu“ interpretiert.
In der israelischen Presse war behauptet worden, dass US-Präsident Trump beschlossen habe, den Kontakt zum israelischen Premierminister Netanjahu abzubrechen.
Später wurde bekannt, dass der israelisch-amerikanische Doppelstaatsbürger und Soldat Idan Alexander infolge direkter Verhandlungen zwischen der Hamas und den USA freigelassen wurde und Israel erst nach Abschluss der Vereinbarung darüber informiert worden sei.
US-Präsident Donald Trump hatte Israel nicht in seine Nahost-Reise vom 13. bis 16. Mai einbezogen, bei der er Saudi-Arabien, Katar und die VAE besuchte.
Trump hatte in Riad angekündigt, die Sanktionen gegen Syrien auf Wunsch von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman aufzuheben, obwohl Israel dies vehement ablehnte. In einer Erklärung im Flugzeug auf dem Rückweg in die USA sagte er dazu, er habe „die Israelis nicht nach ihrer Meinung gefragt“.
Dass der US-Präsident Israel angesichts all dieser Ereignisse nicht in seinen Nahost-Besuch einbezog, wurde als Zeichen dafür gewertet, dass „die Regierung in Washington Israel von regionalen diplomatischen Initiativen ausschließt“.