Korruptionsverfahren gegen New Yorks Bürgermeister Eric Adams eingestellt
Der Bundesrichter für den südlichen Bezirk von New York, Dale Ho, hat das Verfahren gegen den New Yorker Bürgermeister Eric Adams wegen Vorwürfen illegaler Spenden aus ausländischen Quellen, Bestechung und Korruption eingestellt.
İHA
Im Verfahren gegen den New Yorker Bürgermeister Eric Adams wegen Vorwürfen illegaler Spenden aus ausländischen Quellen, Bestechung und Korruption ist eine Entscheidung gefallen. Das vom US-Justizministerium mit dem Antrag auf Einstellung der Anklage gegen Adams eingeleitete Verfahren wurde vom Bundesrichter für den südlichen Bezirk von New York, Dale Ho, „endgültig und ohne die Möglichkeit einer Wiederaufnahme“ beendet. Die Entscheidung versetzte der Strategie der von US-Präsident Donald Trump ernannten Staatsanwälte, das Verfahren „vorläufig einzustellen“, einen schweren Schlag.
Richter Ho erklärte in seiner begründeten Entscheidung, dass die Klage angesichts der Argumente des Justizministeriums ohne Vorurteil abgewiesen wurde. Er argumentierte, dass die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Verfahrens dazu führen könnte, dass Adams insbesondere in der Einwanderungspolitik von den Forderungen der Trump-Regierung abhängig wird. Richter Ho wies darauf hin, dass eine solche Möglichkeit die unvermeidliche Wahrnehmung erzeugen würde, dass Adams' Handlungsfreiheit eher von den Forderungen der Bundesregierung als von den Wünschen seiner eigenen Wähler abhänge. Richter Ho sagte: „Mit dieser Entscheidung ist garantiert, dass die Anschuldigungen in der Anklageschrift in Zukunft nicht als Druckmittel gegen Bürgermeister Adams oder die Stadt New York verwendet werden können.“
Der New Yorker Bürgermeister Adams hatte die Vorwürfe in seiner Verteidigung als politische Schikane bezeichnet und seine Unschuld beteuert. Adams' Anwaltsteam hatte argumentiert, dass die bevorstehenden strafrechtlichen Vorwürfe es Adams erschwerten, gleichzeitig die Stadt zu verwalten und sich auf das Gerichtsverfahren vorzubereiten, da er bis zu zwei Monate im Gerichtssaal hätte sitzen müssen.
Der mit der Prüfung des Falls beauftragte konservative Anwalt Paul Clement äußerte in seinem Bericht die Ansicht: „Eine vorläufige Einstellung des Verfahrens stellt eine ständige Bedrohung für den Angeklagten dar. Das widerspricht der Gerechtigkeit. Eine vollständige Einstellung des Verfahrens würde jeden Zweifel in dieser Angelegenheit beseitigen.“ Er fügte hinzu: „Es ist nicht die Aufgabe der Justiz, interne Konflikte des Justizministeriums zu lösen.“
Die Entscheidung befreit Bürgermeister Adams vor den Kommunalwahlen im November von der rechtlichen Unsicherheit. Adams hatte zuvor angekündigt, nicht zurückzutreten und bei den Wahlen 2025 erneut zu kandidieren.