Kosovo-Bürger sind ab sofort visumfrei in Europa unterwegs

Die Visaliberalisierung, die es Bürgern des Kosovo ermöglicht, visumfrei in den Schengen-Raum zu reisen, ist in Kraft getreten.

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Die Visaliberalisierung, die es Bürgern des Kosovo ermöglicht, visumfrei in den Schengen-Raum zu reisen, ist in Kraft getreten.

Die Entscheidung ermöglicht es Kosovaren, für bis zu 90 Tage ohne Visum in den grenzfreien Raum der Europäischen Union (EU) einzureisen. Die Reform gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg des Kosovo, das 2008 seine Unabhängigkeit erklärte, in Richtung EU-Beitritt.

Insbesondere die Geschäftswelt begrüßt die Entscheidung. Der Geschäftsmann Rushit Sopi sagte gegenüber AFP, bevor er in das Flugzeug von Pristina nach Wien stieg: "Das ist eine große Erleichterung." Die europäischen Botschaften in Pristina, insbesondere jene wie das deutsche Konsulat, die unter großem Druck bei der Visumvergabe standen, hatten sich auf den visumfreien Tag vorbereitet.

Der deutsche Botschafter Jörn Rohde betonte vor wenigen Tagen bei der persönlichen Aushändigung der letzten Visa an Kosovaren, dass die Visum-Ära "endlich vorbei" sei. Zudem lud er die Bevölkerung ein, sein Land im Sommer anlässlich der Fußball-Europameisterschaft zu besuchen.

Der Kosovo mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern ist das letzte der sechs Länder des Westbalkans, das die Befreiung erhalten hat. Die Regierung in Pristina führt seit zwei Monaten eine Kampagne durch, in der die Menschen dazu aufgerufen werden, die Reisefreiheit nicht durch die Suche nach Arbeit in der EU zu missbrauchen. Premierminister Albin Kurti leitete die Kampagne persönlich und reiste durch das ganze Land, um die Vorteile der neuen Regelung zu erläutern.