Krise um das Kriegsrecht hält an: Eilmeldung zum südkoreanischen Präsidenten!

Gegen den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol, dessen Befugnisse aufgrund der Ausrufung des Kriegsrechts ausgesetzt wurden, wurde ein Haftbefehl wegen „Aufruhrs“ und „Amtsmissbrauchs“ beantragt.

İHA

Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol sieht sich nach der Aussetzung seiner Befugnisse infolge der Verhängung des Kriegsrechts mit einer neuen Krise konfrontiert.

Die Kommission, die die Ermittlungen zum Kriegsrecht führt, hat die Ausstellung eines Haftbefehls wegen „Aufruhrs“ und „Amtsmissbrauchs“ beantragt, da Yoon den Vorladungen zur Aussage nicht nachgekommen sei. Es wurde bekannt gegeben, dass der Antrag vom Bezirksgericht Seoul geprüft wird.

Diese Entwicklung stellt ein Novum dar, da erstmals ein Haftbefehl gegen einen amtierenden Präsidenten beantragt wurde, gegen den bereits ein Amtsenthebungsverfahren läuft.

WAS WAR GESCHEHEN?

Präsident Yoon hatte das Kriegsrecht ausgerufen und der Opposition „staatsfeindliche Aktivitäten“ vorgeworfen, doch diese Entscheidung wurde bei einer Abstimmung in der Nationalversammlung aufgehoben. Nach den heftigen Reaktionen kündigte Yoon die Aufhebung des Kriegsrechts an. Die Opposition bezeichnete die Entscheidung als rechtswidrig und brachte einen Antrag auf Amtsenthebung Yoons in das Parlament ein. Mit der Annahme des Antrags wurden Yoons Befugnisse ausgesetzt und das Amtsenthebungsverfahren eingeleitet.

Im Rahmen der laufenden Ermittlungen hat Yoons Weigerung, drei Vorladungen der Kommission zur Aussage Folge zu leisten, den Verlauf der Untersuchung verändert. Dass der Präsident nicht auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe reagiert, hat in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt. Nun richten sich alle Augen auf die Entscheidung des Bezirksgerichts Seoul bezüglich des Haftbefehlsantrags.