Krise um das Kriegsrecht in Südkorea: Parteichef der Regierungspartei tritt zurück

Die Ausrufung des Kriegsrechts durch den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol und das darauffolgende Amtsenthebungsverfahren haben ein politisches Erdbeben im Land ausgelöst. Han Dong-hoon, Vorsitzender der Regierungspartei PPP, gab bekannt, dass er aufgrund parteiinternen Drucks von seinem Amt zurücktritt.

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Die politische Krise, die am 3. Dezember mit der Ausrufung des Kriegsrechts durch den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol begann, endete mit dem Rücktritt von Han Dong-hoon, dem Vorsitzenden der People Power Party (PPP). Die Amtsenthebung Yoons durch das Parlament führte zu heftigen Debatten innerhalb der Regierungspartei.

PARTEICHEF DER REGIERUNGSPARTEI TRITT ZURÜCK 

PPP-Chef Han Dong-hoon kündigte seinen Rücktritt auf einer Pressekonferenz an, die er nach der Annahme des Amtsenthebungsantrags gegen Yoon durch die Nationalversammlung abhielt. Han erklärte, dass er sein Amt angesichts des Drucks durch den Obersten Rat der Partei nicht weiter ausüben könne.

Der von der Opposition eingebrachte Amtsenthebungsantrag, der Yoons Ausrufung des Kriegsrechts als rechtswidrig einstufte, wurde mit 204 Stimmen angenommen. Die für die Annahme des Antrags erforderliche qualifizierte Mehrheit wurde neben dem Oppositionsblock auch durch die Unterstützung von 12 Abgeordneten der PPP erreicht. Dies fachte die Diskussionen über mangelnde Disziplin innerhalb der Regierungspartei an.

REAKTIONEN AUF DIE KRIEGSRECHTSENTSCHEIDUNG DAUERN AN 

Während Yoon Suk Yeol argumentierte, er habe das Kriegsrecht zum "Kampf gegen nordkoreafreundliche Kräfte" ausgerufen, wurde die Entscheidung von der Opposition und der Zivilgesellschaft als Bedrohung der verfassungsmäßigen Freiheiten bewertet. Das Kriegsrecht wurde durch die Abstimmung im Parlament und die Zustimmung des Ministerkabinetts aufgehoben, doch Yoons Handlungen lösten eine breite politische Debatte aus.

VORÜBERGEHENDER AMTSWECHSEL 

Nach der vorübergehenden Suspendierung Yoons wurde Premierminister Han Duck-soo als amtierender Präsident eingesetzt.