Kritisches Gespräch zwischen Biden und Netanjahu über 'Rafah'

US-Präsident Joe Biden äußerte in einem Telefonat mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu seine "tiefe Besorgnis" über eine mögliche "umfassende Bodenoffensive" Israels in Rafah.

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Das Weiße Haus gab eine schriftliche Erklärung zu dem gestrigen Telefonat zwischen Biden und Netanjahu ab, das nach einer Pause von etwa einem Monat stattfand.

Der Erklärung zufolge betonte Biden gegenüber Netanjahu, dass die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen dringend und in erheblichem Maße aufgestockt werden müsse.

Biden unterstrich das Recht Israels, sich gegen die Hamas zu verteidigen, betonte jedoch gleichzeitig, dass Israel auch die Verantwortung habe, Zivilisten zu schützen.

In der Erklärung, in der es hieß, dass auch der in Katar laufende Prozess für ein Geiselaustauschabkommen zwischen Israel und der Hamas erörtert wurde, hieß es: "Der Präsident unterstrich seine tiefe Besorgnis über die Aussicht auf eine umfassende Bodenoffensive Israels in Rafah."

Biden und Netanjahu einigten sich darauf, dass amerikanische und israelische Beamte so bald wie möglich in Washington zusammenkommen sollen, um zu erörtern, wie eine Operation in Rafah ohne eine "umfassende Bodenoffensive" durchgeführt werden könnte. Zudem wurde die Sicherung der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten thematisiert.

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, hatte in einem Pressebriefing zu diesem Thema am Vortag erklärt, dass die USA gegen eine "umfassende Bodenoffensive" Israels in Rafah seien, wo mehr als eine Million palästinensische Zivilisten Zuflucht gesucht haben.