Landwirte protestieren in Bordeaux gegen Agrarpolitik
In der französischen Stadt Bordeaux haben Landwirte gegen die Agrarpolitik protestiert.
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Berichten der lokalen Presse zufolge versammelten sich auf Aufruf der Landwirtschaftsgewerkschaft Coordination Rurale rund 150 Landwirte mit ihren Traktoren vor dem Regionalrat von Nouvelle-Aquitaine in der Stadt.
Die Landwirte, die gegen die Agrarpolitik der Regierung protestierten, luden Dünger und Reifen vor dem Gebäude des Regionalrats ab.
Unterdessen kam es zu gelegentlichen Zusammenstößen zwischen der Polizei, die das Ratsgebäude mit Barrikaden absicherte, und den Landwirten.
Die Landwirte forderten den Regionalrat auf, ein Soforthilfepaket für sie umzusetzen.
LANDWIRTEPROTESTE IN EUROPA
Vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Polen, Ungarn und Griechenland sowie in vielen anderen EU-Ländern protestieren Landwirte derzeit gegen die umgesetzte Agrarpolitik.
Zu den kritisierten Themen gehören die Agrarpolitik der Union, komplexe Marktregulierungen, Ziele zur Wiederherstellung der Natur, Kürzungen bei Subventionen, hohe Energie-, Kraftstoff- und Düngemittelkosten, Beschränkungen bei der Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden, billige Getreideimporte aus der Ukraine sowie Maßnahmen zum Wassersparen.
Die Landwirte kritisieren die EU zudem dafür, dass sie „die landwirtschaftliche Produktion durch die Einführung strenger Regeln für den Einsatz von Kohlenstoff, Düngemitteln und Pestiziden im Rahmen des Green Deal erschwert“.