Libanesen fliehen nach Syrien: 30.000 Menschen in 3 Tagen

Die UN gaben bekannt, dass in den letzten 72 Stunden 30.000 Libanesen die syrische Grenze überquert haben.

AA

Der Syrien-Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Gonzalo Vargas Llosa, berichtete, dass in den letzten 72 Stunden mehr als 30.000 Menschen aus dem Libanon, das Ziel intensiver israelischer Angriffe ist, nach Syrien geflohen sind.

Llosa nahm per Videoschalte an der wöchentlichen Pressekonferenz des UN-Büros in Genf teil und gab eine Einschätzung der Lage ab.

'In den letzten 72 Stunden haben mehr als 30.000 Menschen den Libanon in Richtung Syrien verlassen', erklärte Llosa und fügte hinzu, dass mit einem weiteren Anstieg dieser Zahlen zu rechnen sei.

Llosa betonte, dass 80 Prozent der 30.000 Menschen Syrer und 20 Prozent Libanesen seien, und hob hervor, dass 50 Prozent der Ankommenden Kinder und Jugendliche seien.

Er erinnerte daran, dass die Menschen aus einem Land im Krieg in ein Land geflohen seien, das seit 13 Jahren von Konflikten gezeichnet ist, und betonte, dass dies eine äußerst schwierige Entscheidung sei.

748 MENSCHEN BEI ISRAELISCHEN ANGRIFFEN GETÖTET

Die israelische Armee, die sich seit dem 8. Oktober in kontrollierten Gefechten mit der Hisbollah befindet, führte am 23. September Hunderte von Luftangriffen auf die südlichen Städte des Libanon sowie auf die Regionen Bekaa und Baalbek durch.

Nach Angaben der libanesischen Behörden kamen bei den eskalierenden Luftangriffen 748 Menschen ums Leben, während durch die Bombardierungen fast 150.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben wurden.

Die Hisbollah reagiert auf die anhaltenden intensiven Bombardierungen der südlichen und östlichen Regionen des Landes durch die israelische Armee mit Raketenangriffen. Auf israelischer Seite wurden bei diesen Angriffen, die meist auf Militärstützpunkte abzielten, keine größeren Schäden gemeldet.

Während die Migrationswelle aus den südlichen Teilen des Landes in Richtung der Hauptstadt Beirut und in den Norden anhält, wird berichtet, dass auch Menschen nach Syrien fliehen.