„Linksbündnis“ in französischen Umfragen vorn

Nach ersten Prognosen in Frankreich liegt das Linksbündnis auf dem ersten Platz, gefolgt vom Macron-Bündnis auf dem zweiten Platz. Die rechtsextreme Partei, die in der ersten Runde noch vorne lag, ist auf den dritten Platz zurückgefallen.

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Nach ersten Prognosen in Frankreich liegt das Linksbündnis auf dem ersten Platz, gefolgt vom Macron-Bündnis auf dem zweiten Platz. Die rechtsextreme Partei, die in der ersten Runde noch vorne lag, ist auf den dritten Platz zurückgefallen.

In Frankreich sind die Wähler erneut an die Urnen gegangen, um die Abgeordneten zu bestimmen, die sie für die nächsten fünf Jahre in der Nationalversammlung vertreten werden. Die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde war hoch; die Stimmabgabe endete auf dem französischen Festland um 18.00 Uhr Ortszeit und in Großstädten wie Paris und Marseille um 20.00 Uhr.

Die Stimmabgabe, die auf dem französischen Festland um 08.00 Uhr Ortszeit begann, endete um 18.00 Uhr; in Großstädten wie Paris und Marseille endete sie um 20.00 Uhr. In dem Land mit rund 68 Millionen 400 Tausend Einwohnern gibt es 49,5 Millionen Wahlberechtigte. Die Wähler stimmten in der zweiten Runde ab, um die 501 Abgeordneten zu bestimmen, die sie für die nächsten fünf Jahre in der Nationalversammlung vertreten werden. 76 Abgeordnete, die in der Versammlung tätig sein werden, waren bereits in der ersten Runde gewählt worden.

Den Ergebnissen der ersten Runde zufolge ging die rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen und Jordan Bardella mit 34 Prozent als stärkste Kraft hervor. Das von linken Parteien gegründete Bündnis Neue Volksfront (NFP), das den Aufstieg der extremen Rechten verhindern soll, belegte mit einem Stimmenanteil von etwa 29 Prozent den zweiten Platz. Das Ensemble-Bündnis von Präsident Emmanuel Macron erhielt etwa 20,5 Prozent der Stimmen.

Die RN, die ihren Stimmenanteil bei den letzten drei Wahlen in Frankreich kontinuierlich steigern konnte, hatte bei den Wahlen zum Europäischen Parlament am 9. Juni 2024 mit 31,37 Prozent der Stimmen ihren engsten Konkurrenten, Macrons Partei Renaissance, weit hinter sich gelassen. Nach dem Sieg der extremen Rechten bei den Europawahlen hatte Macron in der Nacht zum 9. Juni die Nationalversammlung aufgelöst und die Entscheidung getroffen, vorgezogene Neuwahlen für den 30. Juni und 7. Juli anzusetzen.