Macron kündigt an: Ausnahmezustand für 12 Tage verhängt

Während die Zahl der Todesopfer bei den Protesten gegen die Änderung des Wahlrechts im französischen Überseegebiet Neukaledonien auf 4 gestiegen ist, hat der französische Präsident Emmanuel Macron für Neukaledonien den Ausnahmezustand für die Dauer von 12 Tagen verhängt.

İHA

Im französischen Überseegebiet Neukaledonien ist die Zahl der Todesopfer bei den Demonstrationen gegen den Gesetzentwurf zur Änderung des Wahlsystems auf 4 gestiegen. Es wurde bekannt gegeben, dass während der Proteste ein Sicherheitskraft ums Leben kam.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der zunehmenden Gewalt den Ausnahmezustand ausgerufen.

Präsident Macron würdigte die Bemühungen der Sicherheitskräfte, drückte seine Solidarität mit der Bevölkerung Neukaledoniens aus und betonte, dass man entschlossen sei, die Gewalt zu beenden.

In einer Erklärung des Élysée-Palastes wurde mitgeteilt, dass die Entscheidung zum Ausnahmezustand nach einem Treffen Macrons mit dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat getroffen wurde.

DAUER VON 12 TAGEN

In Neukaledonien wird der Ausnahmezustand ab 20.00 Uhr Ortszeit für einen Zeitraum von 12 Tagen in Kraft bleiben. Im Rahmen des Ausnahmezustands werden die Reise- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt.

Der französische Premierminister Gabriel Attal kündigte bei einem Treffen des interministeriellen Krisenstabs das Verbot der Social-Media-App TikTok sowie den Einsatz des Militärs zur Sicherung der Häfen und Flughäfen an.

In Neukaledonien wurden in den letzten zwei Tagen bei den zunehmenden Gewalttaten mehr als 200 Unternehmen und über 50 Fahrzeuge in Brand gesteckt, während mehr als 130 Personen festgenommen wurden. Die Behörden meldeten, dass bei den gewaltsamen Ausschreitungen mehr als 60 Sicherheitskräfte verletzt wurden.