Macron warnt: 'Ukraine muss am Verhandlungstisch sitzen'
Vor dem für Freitag geplanten Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron: "Territoriale Fragen, die die Ukraine betreffen, sind nicht verhandelbar und dürfen ausschließlich vom ukrainischen Präsidenten verhandelt werden."
İHA
Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich nach Videokonferenzen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem US-Präsidenten Donald Trump und EU-Führern. Mit Blick auf das für Freitag in Alaska geplante Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte Macron: "Das Gespräch, das wir mit Donald Trump geführt haben, hat es uns ermöglicht, seine Absichten zu klären und unsere Erwartungen zu formulieren."
Macron berichtete, dass Trump bei dem Treffen in Alaska "einen Waffenstillstand erreichen" wolle, und fügte hinzu: "Das ist sehr wichtig. Die Bemühungen der USA, bei diesem Treffen einen Waffenstillstand zu erzielen, sollten durch Schritte wie Gefangenenaustausche und die Freilassung von Kindern unterstützt werden."
Macron betonte: "Territoriale Fragen, die die Ukraine betreffen, sind nicht verhandelbar und dürfen ausschließlich vom ukrainischen Präsidenten verhandelt werden. Dies ist eine Position, die wir unterstützen und die auch von Präsident Trump klar zum Ausdruck gebracht wurde. Derzeit liegt kein ernsthafter Plan für einen Gebietsaustausch auf dem Tisch."
Macron wies auf den Zusammenhang zwischen möglichen territorialen Zugeständnissen und Sicherheitsgarantien hin und erklärte, Trump habe gesagt, dass "die NATO kein Teil dieser Sicherheitsgarantien sein sollte", was insbesondere für Russland ein wichtiger Punkt sei. Macron sagte dazu: "Die USA und alle Verbündeten, die dazu bereit sind, sollten Teil dieser Garantien sein. Das ist auch unsere Verpflichtung und für mich eine sehr wichtige Klarstellung."
Darüber hinaus teilte Macron mit, dass Trump ein Dreiergipfeltreffen mit Putin und Selenskyj anstrebe und dass sie befürworteten, dass dieses in einem neutralen europäischen Land stattfinde, auf das sich die Parteien einigen könnten.