Macron weist auf die Zerbrechlichkeit des Waffenstillstands in Gaza hin

Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte, dass die Lage des Waffenstillstands in Gaza nach wie vor äußerst fragil sei, und erklärte, dass die internationalen Bemühungen zur Verbesserung des Zugangs zu humanitärer Hilfe fortgesetzt werden müssten.

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Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem slowenischen Ministerpräsidenten Robert Golob in Ljubljana zu wichtigen Themen. Macron betonte, dass man hinsichtlich der Nachhaltigkeit des in Gaza erzielten Waffenstillstands vorsichtig sei, und erklärte: „Wir wissen, dass die Lage in Gaza nach wie vor äußerst fragil ist.“

Macron unterstrich, dass der internationale Druck aufrechterhalten werden müsse, um den Waffenstillstand dauerhaft zu machen. Er kündigte an, dass man sich weiterhin dafür einsetzen werde, die Grenzübergänge für humanitäre Hilfe zu öffnen und diesen Prozess zu unterstützen. Zudem erklärte er, dass man im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an einer Resolution arbeite, die eine internationale Struktur sowohl für die Regierungsführung als auch für Sicherheitsaspekte schaffen soll.

Andererseits äußerte sich Macron auch zum Russland-Ukraine-Krieg und sagte, dass die militärische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine so lange fortgesetzt werde, wie die Kämpfe andauern. Der französische Staatschef merkte an, dass auch die Europäische Union im Einklang mit den Vorschlägen der Kommission Unterstützung leiste.

Macron erklärte, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seit März seine offizielle Absicht für ein Friedensabkommen mit Russland klar zum Ausdruck gebracht habe. Seiner Ansicht nach habe die Moskauer Führung jedoch diesbezüglich noch keine Schritte unternommen.

Macron gab zudem bekannt, dass eine Koalition der Freiwilligen zur Bereitstellung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine gebildet wurde und dass diese Koalition am 24. Oktober gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer zusammenkommen werde. Nach dem Treffen sagte er, dass Verhandlungen über das ukrainische Territorium nur mit der ukrainischen Führung geführt werden könnten, während die Europäer über ihre eigene Sicherheit entscheiden würden, und fuhr fort:

"Die Sicherheitsgarantien stehen bereit. Danach bleiben die Verhandlungen über das Territorium, aber diese können nur mit Präsident Selenskyj im Namen seines Landes geführt werden. Niemand sonst kann das tun. Daher muss die Ukraine über ihr eigenes Territorium entscheiden, und die Europäer müssen über ihre eigene Sicherheit entscheiden. So müssen die Dinge laufen, in einem anderen Rahmen kann es nicht funktionieren."

FALL SARKOZY IN FRANKREICH IM FOKUS

Bei dem Treffen wurde auch eine Frage zur fünfjährigen Haftstrafe des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Zusammenhang mit dem Libyen-Prozess und dessen Haftantritt gestellt. Macron betonte die Bedeutung der Nichteinmischung in das Justizsystem und gab folgende Erklärung ab:

"Es steht mir in meiner Position nicht zu, gerichtliche Entscheidungen zu kommentieren oder zu kritisieren. Ich bin der Garant für das ordnungsgemäße Funktionieren unserer Institutionen, und dabei bin ich dafür verantwortlich, das korrekte Zusammenspiel zwischen Justiz, Exekutive und Legislative zu gewährleisten; dies gilt auch, wenn es sich um einen ehemaligen Präsidenten handelt."

Macron betonte, dass das französische Volk und das Umfeld von Sarkozy unterschiedliche Gefühle bezüglich der verhängten Haftstrafe haben könnten; dennoch sei es unerlässlich, die Unabhängigkeit der Justiz zu respektieren. Er sagte, dass die Debatte über die sofortige Vollstreckung der gegen Sarkozy verhängten Haftstrafe in demokratischen Ländern als „legitimes Thema“ auf die Tagesordnung kommen könne, und unterstrich die Notwendigkeit, solche Diskussionen in einem ruhigen Umfeld und unabhängig von den Ereignissen zu führen.

Macron ging auch auf die Alterung der französischen Gesellschaft und die umstrittene Rentenreform ein und verteidigte die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre als einen „notwendigen Schritt“, wie er auch in anderen europäischen Ländern vollzogen wurde.