Menschen mit nahöstlichem Hintergrund am stärksten von Online-Hassrede betroffen

Eine in Kanada durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass Menschen mit nahöstlichem Hintergrund am häufigsten von Online-Hassrede im Land betroffen sind.

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"The Dias", ein Thinktank für öffentliche Politik und Führung an der Toronto Metropolitan University, hat die Ergebnisse einer Umfrage unter 2.500 Personen ab 16 Jahren zur Online-Hassrede im Land veröffentlicht.

Der Umfrage zufolge gaben 61 Prozent der weißen Bevölkerung an, im Internet Hassrede gesehen zu haben, während dieser Anteil bei Minderheitengruppen 71 Prozent erreicht. Kanadier mit nahöstlichem Hintergrund bilden mit 92 Prozent die größte Gruppe, die mit solchen Äußerungen konfrontiert ist, wobei 28 Prozent von ihnen angaben, direkt und persönlich zur Zielscheibe geworden zu sein.

ERSTER GRUND: ISRAEL-PALÄSTINA-KONFLIKT

Personen aus Südasien sind zu 75 Prozent und schwarze Kanadier zu 72 Prozent von hasserfüllten Äußerungen betroffen.

Bei den Themen, die in Kanada Gegenstand von Online-Hassrede sind, steht der "Israel-Palästina-Konflikt" mit 21 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Rassismus mit 12 Prozent und Antisemitismus mit 10 Prozent. Hassrede, die sich gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump richtet, findet sich mit 8 Prozent ebenfalls in dieser Rangliste.

Andererseits befürworten die meisten Teilnehmer, die zur Frage eines Verbots der Social-Media-Plattform TikTok befragt wurden, "eine Art" von Einschränkung.

Während 33 Prozent der Befragten ein vollständiges Verbot von TikTok befürworten, geben 24 Prozent an, dass es nur ein Verbot für Minderjährige geben sollte.