Millionenraub in französischem Museum: 20 Schmuckstücke gestohlen
Diebe drangen am frühen Morgen in das Lalique-Museum in Wingen-sur-Moder ein und stahlen etwa 20 Exponate; der Schaden könnte sich auf 4 Millionen Euro belaufen.
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Das Lalique-Museum in der Gemeinde Wingen-sur-Moder im Nordosten Frankreichs ist am frühen Sonntagmorgen Schauplatz eines Schmuckraubs geworden. Ersten Informationen zufolge begaben sich der oder die Täter nach dem Eindringen in das Museum direkt in den Bereich, in dem die Schmuckstücke ausgestellt waren.
Wie aus Ermittlungskreisen verlautete, ereignete sich der Vorfall gegen 05.30 Uhr Ortszeit. Es wird berichtet, dass etwa 20 wertvolle Stücke entwendet wurden und der Schaden nach ersten Einschätzungen bei nahezu 4 Millionen Euro liegen könnte.
Es wurde bekannt, dass das Alarmsystem während des Raubüberfalls ausgelöst wurde. Bevor jedoch die Sicherheitsfirma ihre Kontrollen abschließen konnte, traf eine Reinigungskraft des Museums als erste Person am Tatort ein. Die Person bemerkte den Vorfall und verständigte die Polizei.
Die Polizeikräfte haben nach dem Vorfall die Aufzeichnungen der Überwachungskameras des Museums zur Auswertung sichergestellt. Die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter und zum Auffinden der gestohlenen Kunstwerke dauern an.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, gab die Museumsleitung in einer Erklärung auf ihrer offiziellen Website bekannt, dass das Lalique-Museum aufgrund des Diebstahls für einige Tage für Besucher geschlossen bleiben wird.
Das 2011 eröffnete Lalique-Museum beherbergt Werke von René Lalique, einem der bedeutendsten Vertreter des Jugendstils und des Art déco, insbesondere im Bereich der Schmuck- und Glaskunst.
Der Raub hat auch die Debatte über die Sicherheit in französischen Museen neu entfacht. Im vergangenen Jahr hatte ein Raubüberfall im Pariser Louvre, bei dem Schmuck im Wert von rund 102 Millionen Dollar gestohlen wurde, für großes Aufsehen gesorgt.