Molotowcocktail-Angriff auf die Zentrale der Regierungspartei in Japan

In der japanischen Hauptstadt Tokio wurde ein Molotowcocktail-Angriff auf die Zentrale der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) verübt; ein Verdächtiger wurde festgenommen.

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Eine Person warf 3 bis 4 Molotowcocktails auf die LDP-Zentrale in Tokio. Bei dem Angriff gab es weder Tote noch Verletzte. Das Motiv des am Tatort festgenommenen Verdächtigen ist bislang unbekannt. Nach Angaben der Tokioter Polizeibehörde rammte der 49-jährige Verdächtige zudem mit seinem Fahrzeug den Sicherheitszaun vor dem nahegelegenen Amtssitz des Premierministers. Ein Polizeisprecher berichtete, dass der Verdächtige namens Atsunobu Usuda anschließend Rauchbomben auf die Beamten geworfen habe.

Es wurde mitgeteilt, dass Atsunobu Usuda wegen „Behinderung der Amtsausübung“ festgenommen wurde. Der Angriff ereignete sich kurz vor den vorgezogenen Parlamentswahlen am 27. Oktober. Die Popularität der regierenden LDP in der Bevölkerung ist aufgrund eines Skandals um geheime Gelder, der dubiose Finanzierungen und Steuerhinterziehung umfasst, gesunken. Laut lokalen Medienberichten erklärte Premierminister und LDP-Chef Schigeru Ischiba in einer Stellungnahme, dass die Demokratie niemals der Gewalt nachgeben dürfe. Ischiba befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Kagoshima im Süden des Landes. LDP-Sprecher Hiroshi Moriyama kündigte an, dass die Partei ihre Arbeit wie geplant fortsetzen werde.