Montenegro von Sex-Video erschüttert: Zwei Personen zurückgetreten

Die Verbreitung eines Videos mit sexuellem Inhalt in den sozialen Medien, in das zwei wichtige Beamte in Montenegro verwickelt sind, hat die Politik des Landes tief erschüttert. Der Vorfall wurde mit Erpressungs- und Drohungsvorwürfen vor Gericht gebracht, beide Personen sind zurückgetreten.

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Montenegro wird in den letzten Tagen von einem Sex-Video-Skandal erschüttert. Die Namen der Generaldirektorin für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte, Mirjana Pajkovic, und des Beraters des Präsidenten sowie ehemaligen Direktors der Nationalen Sicherheitsagentur, Dejan Vukšic, stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit, da sie angeblich in dem Video vorkommen.

In den Aufnahmen, die sich in den sozialen Medien schnell verbreiteten, wird behauptet, dass der verheiratete Vukšic eine Affäre mit Pajkovic habe. Nach der Verbreitung des besagten Videos traten sowohl Pajkovic als auch Vukšic von ihren Ämtern zurück.

Pajkovic erklärte gegenüber montenegrinischen Medien, sie habe nichts von der Veröffentlichung der Aufnahmen gewusst und behauptete, von Dejan Vukšic mit diesem Material erpresst worden zu sein. Pajkovic betonte, dass „jede Frau sich weigern sollte, zu schweigen“, und erklärte, sie sei mit der Drohung eines staatlichen Sicherheitsbeamten konfrontiert gewesen und mache sich ernsthafte Sorgen. Zudem äußerte sie, man habe versucht, sie mit der Drohung zum Schweigen zu bringen, die Aufnahmen an ihren Arbeitgeber weiterzuleiten. Sie fügte hinzu, dass Menschen in der heutigen Zeit statt durch physische Gewalt durch Rufmord unter Druck gesetzt würden.

ERPRESSUNGSVORWÜRFE

Vukšic hingegen bezeichnete die Vorwürfe gegen sie als „haltlos und vorsätzlich“ und behauptete, durch die sozialen Medien zum ersten Mal von dem Video erfahren zu haben. Zudem beschuldigte er Pajkovic, ihn erpresst zu haben, um ihn dazu zu zwingen, seine Kandidatur als Richter aufzugeben. Vukšic behauptete außerdem, dass Pajkovic sich unbefugt Zugang zu seinem Telefon verschafft und die dortigen Sprachaufnahmen verwendet habe.

Beide Parteien haben gegenseitig Strafanzeige erstattet. Während Pajkovic wegen der Veröffentlichung der Aufnahmen, die ihre Privatsphäre verletzen, Anzeige erstattete, argumentierte Vukšic, er sei unter Druck gesetzt worden. Es wurde berichtet, dass Pajkovic zudem behauptete, einen Drohanruf von einem Festnetzanschluss des Präsidentenamtes erhalten zu haben.

Wer die Aufnahmen geleakt hat, ist noch unklar. Nach montenegrinischem Recht wird die Veröffentlichung einer solchen intimen Aufnahme als „Rache-Video“ eingestuft, wobei für die Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren vorgesehen ist.