Mpox-Virus erschüttert die Börse: Pharmaunternehmen gewinnen, Fluggesellschaften verlieren
Während die Sorge vor einer Ausbreitung des Mpox-Virus weltweit zunimmt, verzeichneten Aktien von Pharma- und Medizintechnikunternehmen Kursgewinne, während Fluggesellschaften Einbußen hinnehmen mussten. Die Ausbreitung des Virus, insbesondere in Afrika und anderen Regionen, sorgte an den Börsen für Gewinne im Pharmasektor, wirkte sich jedoch negativ auf Reise- und Tourismusaktien aus.
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Das Potenzial des Mpox-Virus (Affenpocken), sich in Afrika und anderen Regionen weiter auszubreiten, sorgt weltweit für Besorgnis und beeinflusst auch die Aktienkurse von Unternehmen. Aufgrund des Virus sind in 13 Mitgliedsländern der Afrikanischen Union (AU) insgesamt mehr als 22.000 Menschen erkrankt, zudem wurde die Krankheit auf den Philippinen, in Taiwan, Thailand, Schweden, Australien und Pakistan nachgewiesen.
Nachdem die WHO das Mpox-Virus zu einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" erklärt hatte, verzeichneten Pharma-, Medizintechnik- und Biopharmaunternehmen im vergangenen Monat Kursgewinne, während Fluggesellschaften Verluste hinnehmen mussten.
Analysten erklärten, dass die Befürchtungen, das Virus könne sich ähnlich wie Covid-19 weltweit ausbreiten, die Sorgen um negative Auswirkungen auf Bereiche wie Reisen, Tourismus und Transport verstärkt hätten, was im vergangenen Monat generell zu einem Rückgang der Aktienkurse von Fluggesellschaften geführt habe.
Im vergangenen Monat stiegen die Aktien des japanischen Medizintechnikunternehmens Precision System Science um 67,1 Prozent und die des dänischen Unternehmens Bavarian Nordic um 43,4 Prozent.
Auf der Website der Europäischen Kommission wird zudem darauf hingewiesen, dass der von Bavarian Nordic hergestellte Impfstoff "MVA-BN" (auch bekannt als "Modified Vaccinia Ankara-Bavarian Nordic") der einzige in der EU und Großbritannien zugelassene Mpox-Impfstoff ist. Es wird angegeben, dass der Impfstoff in den USA und der Schweiz unter dem Namen JYNNEOS und in Kanada unter dem Namen IMVAMUNE vermarktet wird. Der Impfstoff kann für Personen ab 18 Jahren verwendet werden.
An den Börsen verzeichneten das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline ein Plus von 9,6 Prozent, der in der Schweiz ansässige Arzneimittelhersteller Novartis 8,4 Prozent, das französische Pharmaunternehmen Sanofi 7,3 Prozent, das US-amerikanische Pharma- und Medizintechnikunternehmen Johnson & Johnson 5,1 Prozent, der US-Konzern Merck & Co 4,7 Prozent, das chinesische Unternehmen Shanghai ZJ Bio-Tech Co 4,5 Prozent, das US-Biopharmaunternehmen Gilead Sciences 3,9 Prozent, der deutsche Konzern Bayer 1,3 Prozent und das Schweizer Unternehmen Roche 0,5 Prozent.
Für Anleger verzeichneten die chinesische Sinopharm Group ein Minus von 1 Prozent, die US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer 5 Prozent und Emergent Biosolutions 34,6 Prozent.
Betrachtet man die Aktienperformance globaler Fluggesellschaften im August, so verzeichneten die chinesische China Southern Airlines ein Minus von 3,7 Prozent, die kanadische Air Canada 3 Prozent, die US-amerikanische United Airlines 3 Prozent, die südkoreanische Jeju Air 1,2 Prozent, die US-amerikanische Delta Airlines 1,2 Prozent, die japanische Japan Airlines 0,3 Prozent und die US-amerikanische American Airlines 0,2 Prozent. Die Aktien der französischen Air France zeigten hingegen eine Seitwärtsbewegung.
Andererseits stiegen die Aktien der deutschen Lufthansa um 1,6 Prozent, die der australischen Qantas um 3,9 Prozent und die der US-amerikanischen Southwest Airlines um 7,3 Prozent.
Die Aktienperformance der weltweit führenden Pharma-, Medizintechnik-, Biopharma- und Fluggesellschaften im August stellt sich wie folgt dar: