Nach Erdbeben in Venezuela: 7-tägige Staatstrauer ausgerufen
Die Zahl der Todesopfer bei den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am 24. Juni ist auf 2.295 gestiegen; die Such- und Rettungsarbeiten dauern an.
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Nach den zwei schweren Erdbeben, die Venezuela am 24. Juni erschütterten, wurde im ganzen Land eine 7-tägige Staatstrauer ausgerufen. Nach den neuesten von den Behörden veröffentlichten Daten ist die Zahl der Menschen, die bei den Beben ihr Leben verloren haben, auf 2.295 gestiegen.
Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodriguez erklärte über ihren Social-Media-Account, dass sich das Land aufgrund der verheerenden Erdbeben in „tiefem Schmerz“ befinde. Rodriguez gab bekannt, dass die Entscheidung zur Staatstrauer im Gedenken an die Verstorbenen getroffen wurde.
Heute teilen wir den Schmerz der Familien, die ihre Angehörigen verloren haben; wir beten für die Verletzten, die Vermissten und alle von der Katastrophe betroffenen Gemeinschaften. Als Zeichen des Respekts für die Verstorbenen habe ich beschlossen, eine 7-tägige Staatstrauer auszurufen, die ab heute um 18.00 Uhr in Kraft tritt.
Nach der Erdbebenkatastrophe werden im Land umfangreiche Such-, Rettungs- und Hilfsmaßnahmen durchgeführt. Berichten der lokalen Presse zufolge haben die Behörden mehr als 80.800 Familien mit humanitärer Hilfe versorgt.
An den Einsätzen vor Ort sind 26.121 venezolanische Einsatzkräfte beteiligt. Diese Teams werden durch 3.660 Such- und Rettungskräfte aus anderen Ländern, 148 speziell ausgebildete Suchhunde und 49 technische Geräte unterstützt. Zudem wurde gemeldet, dass sich 15.467 Freiwillige an den Hilfsmaßnahmen beteiligen.
Das United States Geological Survey (USGS) hatte bekannt gegeben, dass sich am 24. Juni in Venezuela im Abstand von 39 Sekunden zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 ereignet hatten.
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) bezifferte in seiner Bewertung vom 26. Juni die Kosten für die direkten physischen Schäden durch die Erdbeben auf 6,7 Milliarden Dollar. Während angegeben wurde, dass die Zahl der von ihren Angehörigen als vermisst gemeldeten Personen nach den Beben die Marke von 68.000 überschritten hat, wird befürchtet, dass die Zahl der Toten und Verletzten weiter steigen könnte.