Nach Korruptionsskandal: Premierminister Costa tritt zurück

Der portugiesische Premierminister Antonio Costa hat dem portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa nach einem Korruptionsskandal um Lithiumabbau- und Wasserstoffprojekte seinen Rücktritt eingereicht.

İHA

Nach der Einleitung von Ermittlungen wegen Unregelmäßigkeiten bei Lithiumabbau- und Wasserstoffprojekten in Portugal ist der portugiesische Premierminister Antonio Costa zurückgetreten.

In einer Erklärung gab Costa bekannt, dass er seinen Rücktritt bei Portugals Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa eingereicht habe. Er betonte, sein Gewissen sei rein und er werde nicht erneut für das Amt des Premierministers kandidieren.

Die Staatsanwaltschaft hat den portugiesischen Infrastrukturminister Joao Galamba als Hauptverdächtigen in dem betreffenden Ermittlungsverfahren identifiziert. Im Rahmen der Ermittlungen wurden 5 Personen festgenommen, darunter Vitor Escaria, der Chefberater von Costa, sowie Diogo Lacerda Machado, der als enger Freund von Costa bekannt ist.

ÜBER 40 DURCHSUCHUNGEN IN REGIERUNGSGEBÄUDEN

Im Zuge der Ermittlungen wurden über 40 Durchsuchungen durchgeführt, unter anderem in mehreren Regierungsgebäuden. Die Opposition forderte unterdessen den sofortigen Rücktritt der Regierung.

Der sozialistische Regierungschef Costa war seit 2015 im Amt; zuletzt fanden im Land im Januar vergangenen Jahres vorgezogene Neuwahlen statt.