Nach Sinwar: Wie die Hamas künftig geführt werden soll, wird deutlicher
Es wird berichtet, dass die Hamas nach der Tötung von Yahya Sinwar durch Israel keinen neuen Anführer ernennen wird. Stattdessen soll die Organisation bis zu den für März geplanten Wahlen von einem in Katar ansässigen Komitee geleitet werden.
İHA
Während die Auswirkungen der Tötung des letzten Hamas-Politbürochefs Yahya Sinwar durch Israel anhalten, gibt es eine kritische Entwicklung bezüglich der Zukunft der Organisation.
Nach Informationen aus Hamas-Quellen wird die Gruppe keinen neuen Nachfolger für Yahya Sinwar ernennen. Stattdessen soll die Organisation bis zu den für März geplanten Wahlen von einem in Doha, der Hauptstadt Katars, ansässigen Verwaltungskomitee geleitet werden.
Es wurde mitgeteilt, dass das Komitee, das nach der Ermordung des ehemaligen Hamas-Politbürochefs Ismail Haniyeh in Teheran gebildet wurde, vorübergehend die Führung der Gruppe übernehmen wird.
KOMITEE HAT BEFUGNIS ZUR TREFFUNG STRATEGISCHER ENTSCHEIDUNGEN
Das Komitee, dessen Aufgabe es ist, "die Pläne der Gruppe während des Krieges und unter außergewöhnlichen Umständen sowie in der Zukunft zu verwalten" und "strategische Entscheidungen zu treffen", besteht dem Vernehmen nach aus dem Gaza-Vertreter Khalil al-Hayya, dem Westjordanland-Vertreter Zaher Jabarin, dem Vertreter der Palästinenser im Ausland Khaled Meshaal, dem Vorsitzenden des Schura-Beratungsrates Mohammed Darwish sowie einem aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannten Sekretär des Politbüros.
Während festgehalten wurde, dass sich alle Mitglieder des Komitees in Katar aufhalten, wurde zudem erklärt, dass die Option, einen repräsentativen Anführer zu bestimmen, dessen Name jedoch nicht öffentlich gemacht wird, während die Hamas weiterhin über das Verwaltungskomitee geführt wird, ebenfalls auf dem Tisch liegt.