Nationales Stromnetz in Kuba zusammengebrochen: Landesweiter Stromausfall

Die UNE gab einen „vollständigen Verbindungsverlust“ im nationalen Stromnetz bekannt. Der Ausfall, der die gesamte Insel einschließlich Havanna betrifft, hat die Energiekrise erneut in den Fokus gerückt.

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Nachdem das nationale Stromnetz in Kuba vollständig ausgefallen ist, kam es zu einem landesweiten Stromausfall. Auf der Insel, auf der etwa 10 Millionen Menschen leben, herrscht großflächige Dunkelheit, die auch die Hauptstadt Havanna betrifft.

Das staatliche Elektrizitätsunternehmen Unión Eléctrica (UNE) gab bekannt, dass es in der Nacht von Sonntag, dem 2. August, auf Montag, den 3. August, um 22:43 Uhr Ortszeit zu einem „vollständigen Verbindungsverlust“ im nationalen Stromnetz gekommen sei.

Das Energieministerium teilte mit, dass Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme des Netzes eingeleitet wurden. Eine detaillierte Erklärung zur genauen Ursache des Ausfalls steht noch aus.

Der jüngste Zusammenbruch folgt auf drei landesweite Stromausfälle, die das Land bereits im Juli erlebt hatte. Auch am Samstagabend, dem 2. August, kam es in Kuba zu einem Ausfall, der fünf Provinzen betraf; kurz nachdem die Energieversorgung wiederhergestellt worden war, fiel das nationale System erneut aus.

Die Stromausfälle beeinträchtigen nicht nur die Beleuchtung, sondern auch Wasserpumpen und Kühlsysteme. In einem Land, in dem die sommerliche Hitze anhält, erschwert dies die täglichen Lebensbedingungen zusätzlich.

Kubas Stromerzeugung stützt sich weitgehend auf veraltete, mit Erdöl betriebene Wärmekraftwerke. Mangelnde Instandhaltung der Infrastruktur, ein Mangel an Ersatzteilen und der Rückgang bei Kraftstoffimporten führen dazu, dass die Ausfälle häufiger und langwieriger werden.

Die Regierung in Havanna, die nach Lösungen für die Energiekrise sucht, unternimmt begrenzte Schritte in dem streng staatlich kontrollierten Sektor. Während die erste Kraftstoffimportinitiative mit ausländischem Kapital genehmigt wurde, wurde etwa 200 lokalen Unternehmen der Weg geebnet, sich am Kraftstoffgroßhandel zu beteiligen.