NATO-Appell an Europa zur Aufrüstung: Ziel ist Abschreckung gegenüber Russland!
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die europäischen Länder dazu aufgerufen, ihre Waffenproduktion angesichts eines möglichen, jahrzehntelangen Konflikts mit Russland zu steigern. Er betonte, dass Abschreckung nur dann wirksam sei, wenn sie glaubwürdig bleibe.
İHA
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gab der deutschen Zeitung Welt am Sonntag ein Interview im Vorfeld des NATO-Verteidigungsministertreffens am 15. Februar und des zweiten Jahrestages des Krieges in der Ukraine.
In dem heute veröffentlichten Interview forderte Stoltenberg die europäischen Länder dazu auf, ihre Waffenproduktion zu erhöhen.
Stoltenberg erklärte, dass eine schnellere Umstrukturierung und Erweiterung der industriellen Basis notwendig sei, um die Lieferungen an die Ukraine zu beschleunigen und die Bestände der NATO wieder aufzufüllen.
Stoltenberg sagte: "Das bedeutet den Übergang von der langsamen Produktion in Friedenszeiten zur Hochgeschwindigkeitsproduktion in Konfliktzeiten." Er betonte, dass Rüstungsunternehmen in einer freien Marktwirtschaft unterzeichnete Verträge benötigten, um ihre Produktion zu steigern.
AUFRUF ZUR ABSCHRECKUNG GEGENÜBER RUSSLAND
Stoltenberg wies darauf hin, dass der russische Präsident Wladimir Putin die russische Wirtschaft auf einen langen Krieg vorbereite, und erklärte: "Da Russland seine gesamte Wirtschaft auf den Krieg ausrichtet, müssen auch wir mehr für unsere Sicherheit tun. Solange wir in unsere Sicherheit investieren und geeint bleiben, werden wir jeden Angriff abschrecken. Die NATO will keinen Krieg mit Russland. Aber wir müssen uns auf einen Konflikt vorbereiten, der Jahrzehnte dauern könnte." Stoltenberg fügte hinzu: "Wir beobachten das Handeln Russlands genau und haben unsere Präsenz im östlichen Teil des Bündnisses verstärkt. Wenn Putin in der Ukraine gewinnt, gibt es keine Garantie dafür, dass sich die russische Aggression nicht auf andere Länder ausweitet. Die beste Verteidigung ist derzeit die Unterstützung der Ukraine und Investitionen in die militärischen Fähigkeiten der NATO. Abschreckung funktioniert nur, wenn sie glaubwürdig ist."
Gleichzeitig stellte Stoltenberg fest, dass es derzeit keine unmittelbare militärische Bedrohung Russlands gegen ein NATO-Land gebe.