NATO-Kontakt zu Saudi-Arabien
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei seinem ersten Besuch eines NATO-Generalsekretärs in Saudi-Arabien das Signal gesendet, dass das Bündnis die Verbindungen zur Regierung in Riad vertiefen möchte.
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Die NATO hat eine Erklärung zum Besuch von Stoltenberg in Saudi-Arabien veröffentlicht.
BETONUNG DER ZUSAMMENARBEIT
In der Erklärung, in der hervorgehoben wurde, dass dies der erste Besuch eines NATO-Generalsekretärs in diesem Land sei, wurde darauf hingewiesen, dass Stoltenberg eine Vision für eine tiefere Zusammenarbeit zwischen der NATO und Saudi-Arabien dargelegt habe.
In der Erklärung wurde zudem mitgeteilt, dass Stoltenberg vor Kurzem eine Expertengruppe beauftragt habe, den Ansatz der NATO gegenüber der Golfregion, dem Nahen Osten und Afrika zu überprüfen, was eine Gelegenheit biete, neue Wege der Zusammenarbeit zu erkunden.
STOLTENBERGS KONTAKTE
Stoltenberg nahm an einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Kommando- und Stabskolleg der saudi-arabischen Streitkräfte teil und unterstrich die führende Rolle des Landes in der arabischen und muslimischen Welt.
Stoltenberg merkte an, dass die NATO und Saudi-Arabien neben der maritimen Sicherheit, dem Schutz kritischer Infrastrukturen und der Terrorismusbekämpfung auch in den Bereichen Innovation und militärische Ausbildung enger zusammenarbeiten könnten, und wies zudem auf den destabilisierenden Einfluss des Iran in der Region hin.
Stoltenberg sagte: "Ich glaube, dass es ein großes Potenzial für eine stärkere Zusammenarbeit der NATO mit Saudi-Arabien gibt, da wir vor gemeinsamen Herausforderungen stehen." Stoltenberg traf sich gestern auch mit dem stellvertretenden saudi-arabischen Außenminister Walid Al-Khuraiji und betonte den Wunsch, die Bindungen zu stärken.
Stoltenberg besuchte den Hauptsitz der Saudi Arabian Military Industries (SAMI) und erörterte dort mit dem Vorstandsvorsitzenden Walid Abukhaled potenzielle zukünftige Wege der Zusammenarbeit.
Anschließend tauschte sich Stoltenberg bei einem Treffen, das vom Vorsitzenden des Gulf Research Center, Dr. Abdulaziz Sager, ausgerichtet wurde, mit einer Gruppe von Politikern, Experten von Denkfabriken und Medienvertretern aus.