NATO sendet Solidaritätsbotschaft an Polen und Rumänien nach Luftraumverletzungen

Die NATO-Verbündeten haben nach den jüngsten Verletzungen des polnischen und rumänischen Luftraums Russland die Verantwortung zugeschrieben und den beiden Ländern ihre Unterstützung zugesichert.

12punto

Die NATO-Verbündeten haben nach einem Treffen zur Erörterung der jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien eine Botschaft der Solidarität an beide Länder gesendet. Das Bündnis bezeichnete die Vorfälle als „gefährlich und inakzeptabel“ und bekräftigte seine Einschätzung, dass die Verantwortung bei Russland liege.

Auf der Tagesordnung des Treffens standen die zahlreichen unbemannten Luftfahrzeuge, die in den letzten Wochen in den rumänischen Luftraum eingedrungen sind, sowie Munition, die auf polnischem Gebiet niederging. Nach dem Absturz eines Marschflugkörpers in Polen am 29. Juli hatte die Regierung in Warschau erklärt, dass der Vorfall russischen Ursprungs sein könnte.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hatte zuvor erklärt, dass die bewaffnete Drohne etwa 50 Kilometer von der Stadt Lublin entfernt abgestürzt sei und „wahrscheinlich“ Russland gehöre. Der rumänische Präsident Nicușor Dan hatte das anhaltende Eindringen des Kremls in den Luftraum seines Landes als „inakzeptabel und unerträglich“ bezeichnet.

NATO: RUSSLAND TRÄGT DIE VERANTWORTUNG

NATO-Sprecherin Allison Hart gab bekannt, dass die Verbündeten ihre Solidarität mit Rumänien und Polen zum Ausdruck gebracht und die „rücksichtslosen Handlungen“ Russlands verurteilt hätten. In der Erklärung nach dem Treffen wurde betont, dass die Luftraumverletzungen zeigten, dass Russland bereit sei, größere Risiken einzugehen.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte nach dem Vorfall in Polen ebenfalls erklärt: „Dieser Vorfall ist eine weitere rücksichtslose Handlung Russlands und ein gefährliches Ergebnis des Krieges, den es gegen die Ukraine führt.“

Die Sicherheit des Luftraums ist zu einem der Hauptthemen auf der Agenda an der NATO-Ostflanke geworden.

Der ständige Vertreter Rumäniens bei der NATO, Dan Neculaescu, wies bei dem Treffen darauf hin, wie wichtig es sei, dass die Verbündeten weiterhin zu den militärischen Kapazitäten beitrügen. Neculaescu sagte, diese Beiträge würden es sowohl Bukarest als auch der NATO ermöglichen, sich effektiver zu verteidigen.

Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erklärte, das Bündnis zeige klare Solidarität und die NATO sei bereit, neue Schritte zur Stärkung der Grenzen an der Frontlinie und der Sicherheit in der Ostsee zu unternehmen.

Das Treffen fand in einer Zeit statt, in der in Europa vermehrt Drohnen über sensibler Infrastruktur gesichtet werden. Diese Vorfälle in der Nähe von Militärstützpunkten, Flughäfen und Industrieanlagen haben auch die Abschreckungsfähigkeit Europas gegenüber hybriden Bedrohungen aus Russland wieder auf die Tagesordnung gesetzt.