NATO setzt Unterstützung für die Ukraine fort
Nach dem Abschuss einer ballistischen Rakete durch Russland hat die NATO der Ukraine ihre volle Unterstützung zugesichert. Das Bündnis bezeichnete den Angriff auf Dnipro als einen „Versuch der Einschüchterung“ und erklärte: „Diese Handlungen werden weder den Verlauf des Konflikts ändern noch unsere Unterstützung für die Ukraine verringern.“
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Russland hat eine ballistische Rakete abgefeuert, die mit nicht-nuklearen Hyperschall-Gefechtsköpfen bestückt war. Während diese Entwicklung international für großes Aufsehen sorgte, betonte die NATO erneut ihre Unterstützung für Kiew. Nach dem Raketenstart trat der NATO-Ukraine-Rat in Brüssel zu einer außerordentlichen Sitzung auf Botschafterebene zusammen.
INFORMATIONEN AUS DER UKRAINE
THochrangige ukrainische Militärvertreter, die per Videokonferenz an der Sitzung teilnahmen, informierten die NATO-Botschafter über die aktuelle Sicherheitslage im Land. Bei dem Treffen wurde auch der jüngste Angriff auf die ukrainische Stadt Dnipro erörtert. In einer Erklärung der NATO hieß es, dieser Angriff sei ein „Versuch, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren und diejenigen einzuschüchtern, die die Ukraine unterstützen“.
NATO: WIR WERDEN NICHT VON DER UNTERSTÜTZUNG ABRÜCKEN
In einer schriftlichen Stellungnahme betonte die NATO, dass die Handlungen Russlands weder den Verlauf des Konflikts ändern noch die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine schmälern könnten. Die entschlossene und fortgesetzte Unterstützung der NATO-Verbündeten für Kiew unterstreiche erneut ihre starke Haltung gegen die rechtswidrige Aggression Russlands.
Es wurde bekannt gegeben, dass die nächste Sitzung des NATO-Ukraine-Rates während des Treffens der NATO-Außenminister am 3. und 4. Dezember stattfinden wird. Bei diesem Treffen wird eine Konkretisierung der Unterstützungspläne für die Ukraine erwartet.
Die NATO bekräftigte, dass sie den Kampf der Ukraine weiterhin unterstützen werde, und sandte eine gemeinsame Botschaft der Solidarität gegen die völkerrechtswidrigen Handlungen Russlands.
WAS WAR PASSIERT?
Das russische Verteidigungsministerium hatte in der vergangenen Woche gemeldet, dass die Ukraine das russische Gebiet Brjansk mit amerikanischen Langstreckenraketen des Typs ATACMS (Army Tactical Missile System) angegriffen habe.
Der russische Präsident Wladimir Putin teilte mit, dass die russische Armee als Reaktion auf den Einsatz amerikanischer und britischer Langstreckenwaffen einen Angriff auf eine militärische Industrieanlage in der ukrainischen Stadt Dnipro durchgeführt habe. Dabei sei eines der russischen Mittelstreckenraketensysteme unter Kampfbedingungen mit einer ballistischen Rakete getestet worden, die mit nicht-nuklearen Hyperschall-Gefechtsköpfen ausgestattet war.
Putin hatte zudem die Doktrin gebilligt, die den Einsatz von Atomwaffen als Antwort auf ballistische Raketenangriffe auf sein Land ermöglicht.
Die US-Regierung hatte gestern Berichte bestätigt, wonach sie der Ukraine die Nutzung von Langstreckenraketen auf russischem Territorium genehmigt habe.