Neonazis, die Anschläge auf Moscheen planten, vor Gericht: Muslimische Viertel waren ihre Ziele

In Frankreich wurde der Anführer einer Neonazi-Gruppe, die Terroranschläge auf Moscheen plante, zu 18 Jahren Haft verurteilt.

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Ein französisches Gericht hat den Anführer einer Neonazi-Gruppe, die Terroranschläge auf Moscheen plante, Alexandre Gilet, zu 18 Jahren Haft verurteilt. Den vor Gericht vorgelegten Beweisen zufolge plante die Gruppe auch Angriffe auf Viertel, in denen überwiegend Muslime leben.

Berichten der nationalen Presse zufolge bestätigte das Pariser Schwurgericht das 18-jährige Strafmaß gegen Gilet, den Anführer der Neonazi-Gruppe, der im vergangenen Jahr vor Gericht gestellt und wegen der Planung von Terroranschlägen angeklagt worden war.

Gilet und drei weitere Personen, denen vorgeworfen wurde, zwischen 2017 und 2018 Terroranschläge insbesondere auf Moscheen und das Gebäude des Europäischen Parlaments (EP) geplant zu haben, standen im vergangenen Jahr in Paris vor Gericht.

Die anderen Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 3 und 5 Jahren verurteilt; sie legten gegen das Urteil des Gerichts keine Berufung ein.

INSPIRIERT DURCH DEN TERRORISTEN, DER 51 MENSCHEN TÖTETE

In der Anklageschrift gegen die zwischen 17 und 28 Jahre alten Angeklagten, die Mitglied einer Neonazi-Chatgruppe namens 'Operation WaffenKraft' waren, wurde festgehalten, dass Gilet, der zuvor freiwillig in der Armee gedient hatte, der Anführer der Gruppe war. Er habe ein 'Manifest' verfasst, in dem die Rhetorik von Brenton Tarrant verwendet wurde, der 2019 in Neuseeland zwei Moscheen in Christchurch angriff und den Tod von 51 Menschen verursachte.

In der Anklageschrift wurde zudem dargelegt, dass die vier Rechtsextremisten gezielt Viertel ins Visier nahmen, in denen Migranten leben. Sie planten Angriffe auf die Omar-Moschee in Paris, eine Moschee in Creil, das EP-Gebäude sowie auf eine Versammlung, an der der ehemalige Präsidentschaftskandidat der linksextremen Partei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, teilnahm.