Netanjahu an israelische Armee: Besetztes Gebiet auf 70 Prozent ausweiten

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, er habe der israelischen Armee den Befehl erteilt, die besetzten Gebiete im Gazastreifen auf 70 Prozent auszuweiten.

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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu äußerte sich in einer Sondersendung zur Besatzung des Gazastreifens, des Westjordanlandes und des Libanons durch die israelische Armee.

Netanjahu betonte, dass man trotz des geltenden Waffenstillstands den Druck auf die Hamas erhöhe und derzeit 60 Prozent des Territoriums im Gazastreifen besetzt halte.

Netanjahu erklärte, er habe Anweisungen zur Ausweitung der israelischen Besatzung gegeben und sagte: "Wir hatten 50 Prozent des Gazastreifens besetzt. Jetzt sind wir bei 60 Prozent. Meine Anweisung lautet, die besetzten Gebiete auf 70 Prozent zu erhöhen."

Der israelische Premierminister fügte hinzu, dass die Besatzung seines Landes im Libanon fortgesetzt werde: "Heute haben wir Beirut angegriffen, gestern Tyrus. Unsere Streitkräfte haben den Litani-Fluss überquert. Wir treffen sie sehr hart und werden dies auch weiterhin tun."

Mindestens 16 Tote bei israelischem Waffenstillstandsbruch

Libanesische Behörden teilten mit, dass bei den heutigen Angriffen Israels im Süden des Landes mindestens 16 Menschen ums Leben kamen und 58 weitere verletzt wurden.

Israelische Medien behaupteten, dass bei dem heutigen Angriff auf die Hauptstadt Beirut Ali al-Husni, der Kommandeur der Raketeneinheit der Imam-Hussein-Division – einer mit der Hisbollah operierenden iranischen Miliz –, ins Visier genommen wurde. Dieser Angriff war der erste Israels auf die Hauptstadt seit dem 6. Mai.

Diese Angriffe erfolgten in einer Zeit, in der der Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon verlängert wurde. Die israelische Armee hatte am 28. Februar einen Angriff auf den Iran und am 2. März auf den Libanon begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte am 17. April einen zehntägigen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon angekündigt, der später bis zum 17. Mai verlängert wurde. Nach Kontakten zwischen den Parteien gab das US-Außenministerium bekannt, dass der Waffenstillstand um weitere 45 Tage verlängert wurde.