Netanjahu ordert Fortsetzung der Angriffe im Norden an

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, er habe nicht auf den Aufruf der USA und Frankreichs zu einem vorübergehenden Waffenstillstand im Libanon reagiert und die israelische Armee angewiesen, ihre Angriffe im Norden mit voller Kraft fortzusetzen.

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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu gab bekannt, er habe "der israelischen Armee befohlen, ihre Angriffe im Norden mit voller Kraft fortzusetzen". Netanjahu stellte klar, dass er auf den Aufruf der USA und Frankreichs zu einem vorübergehenden Waffenstillstand im Libanon nicht reagiert habe und dass Berichte über eine Reduzierung der Angriffe im Norden nicht der Wahrheit entsprächen.

In einer schriftlichen Erklärung des israelischen Premierministeramtes wurde betont, dass die Behauptungen, Netanjahu habe sich bereit erklärt, über einen vorübergehenden Waffenstillstand im Libanon zu verhandeln, falsch seien. In der Erklärung hieß es: "Die Berichte über einen Waffenstillstand sind nicht korrekt. Netanjahu hat auf den Vorschlag der USA und Frankreichs nicht reagiert. Berichte, wonach Israel seine Angriffe im Norden reduzieren werde, entsprechen nicht der Wahrheit. Auch die Angriffe im Gazastreifen werden fortgesetzt, bis alle Kriegsziele erreicht sind."

In israelischen Medienberichten war zuvor behauptet worden, Netanjahu habe auf Initiative der USA und Frankreichs der Erörterung eines dreiwöchigen vorübergehenden Waffenstillstands im Libanon zugestimmt. Netanjahu wies diese Behauptungen jedoch entschieden zurück.

Unter der Führung der USA und Frankreichs sowie unter Beteiligung der Europäischen Union (EU) und acht weiterer Länder war in einer gemeinsamen Erklärung ein sofortiger 21-tägiger Waffenstillstand gefordert worden, um die Kämpfe zwischen Israel und dem Libanon zu stoppen und Raum für Diplomatie zu schaffen. In diesem Prozess wurde zudem der Abschluss von Verhandlungen über einen Waffenstillstand und einen Gefangenenaustausch im Gazastreifen gefordert.

In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es, die USA und Frankreich hätten zu einem Waffenstillstand an der israelisch-libanesischen Grenze aufgerufen und sich diesbezüglich abgestimmt. Netanjahus jüngste Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass dieser Aufruf wirkungslos bleiben könnte.

Israel setzte die Luftangriffe auf verschiedene Regionen im Libanon die ganze Nacht über fort. Die Ruhe, die am Mittwochabend begann und bis Donnerstagmorgen anhielt, wurde durch Raketenbeschuss aus dem Libanon unterbrochen. Behörden stellten fest, dass die jüngsten Ereignisse die Spannungen in der Region verschärft haben und zu zivilen Opfern führen könnten.