Neue Einigung zwischen Damaskus und SDF: Mazlum Abdi nach Damaskus gereist

Das Abkommen zwischen der syrischen Regierung und den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF), das monatelang nicht umgesetzt werden konnte, hat durch die Reise einer Delegation unter der Leitung von Mazlum Abdi nach Damaskus neuen Schwung erhalten.

12punto

Das im März 2025 zwischen der syrischen Regierung und den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) unterzeichnete 8-Punkte-Abkommen hatte die Spannungen in der Region verschärft, da es nicht innerhalb der festgelegten Frist umgesetzt wurde. Die Türkei hatte angekündigt, dass sie mögliche militärische Operationen der Regierung in Damaskus unterstützen werde, sollte die den SDF gewährte Frist bis zum 31. Dezember 2025 verstreichen, und hatte die Parteien dazu gedrängt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Bei den jüngsten Gesprächen traf eine dreiköpfige SDF-Delegation unter der Leitung von Mazlum Abdi, der auch Sozdar Derik und Sîpan Hemo angehörten, in Damaskus mit der syrischen Führung zusammen. Nach den Gesprächen wurde berichtet, dass das Treffen positiv verlaufen sei und heute offiziell ein neues Abkommen unterzeichnet werde. Die SDF kündigten an, dass Details in den kommenden Tagen bekannt gegeben würden.

Der Kommandeur der Brigade der Demokratischen Nord-Brigade, Abu Omar al-Idlibi, erläuterte wichtige Details zur militärischen Struktur. Idlibi erklärte, dass im Rahmen des Abkommens eine Einigung über die Integration der SDF-Kräfte in die syrische Armee durch die Bildung von drei Divisionen und drei Brigaden erzielt wurde. Die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) würden demnach mit einem Sonderstatus in die neue Struktur integriert. Es wurde mitgeteilt, dass die YPJ ihre eigenständige Struktur beibehalten und als separate Brigade innerhalb der syrischen Armee operieren werde. Zudem sieht der Entwurf des Abkommens die Schaffung einer separaten „Grenzschutzbrigade“ für die Grenzsicherheit sowie einer unabhängigen „Anti-Terror-Brigade“ für die Terrorismusbekämpfung vor.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Umsetzungsfrist des zuvor unterzeichneten Abkommens vom 10. März verlängert; zudem wurde darauf hingewiesen, dass Regelungen bezüglich der zivilen administrativen Seiten des Prozesses in das neue Abkommen aufgenommen wurden.

GARANTIE DURCH DIE USA

Die Umsetzung des Abkommens wird auf zwei wichtigen Dokumenten basieren. Das erste Dokument umfasst die strategische Zusammenarbeit im gemeinsamen Kampf gegen den IS. Das zweite Dokument legt den militärischen und rechtlichen Fahrplan für die Integration der SDF-Kämpfer in Form neuer Divisionen in die syrische Armee fest.

Es wurde mitgeteilt, dass die Unterzeichnungszeremonie unter Teilnahme internationaler Beobachter stattfinden wird. Neben Kevin J. Lambert, dem Kommandeur der Operation Inherent Resolve der von den USA geführten Anti-IS-Koalition, wurden auch hochrangige Vertreter der US-Armee, der US-Botschafter in der Türkei sowie Thomas Barrack, der Syrien-Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump, als Teilnehmer der Zeremonie genannt.

Es wurde erklärt, dass diese Akteure eine „Garantenrolle“ im Prozess übernehmen werden, wobei insbesondere darauf abgezielt werde, den Prozess durch zivile und militärische Beiträge der USA abzusichern.