Neue Epidemie breitet sich in Europa aus: 'Papageienkrankheit' fordert fünf Todesopfer

Eine Epidemie der 'Papageienkrankheit' hat in Europa fünf Menschen das Leben gekostet.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte in einer Erklärung mit, dass eine tödliche Psittakose-Epidemie – eine bakterielle Infektion, die auch als Papageienkrankheit bekannt ist – Menschen in mehreren europäischen Ländern betrifft. Die Organisation gab bekannt, dass bei dem Ausbruch, der erstmals im Jahr 2023 festgestellt wurde, bisher fünf Menschen gestorben sind.

In einer Erklärung vom Dienstag teilte die WHO mit, dass es bis zum 27. Februar 23 bestätigte Fälle im Zusammenhang mit diesem Ausbruch gebe, die Gesundheitsbehörden jedoch vermuteten, dass die tatsächliche Fallzahl deutlich höher liege.

In Dänemark wurden 17 Personen wegen der Papageienkrankheit ins Krankenhaus eingeliefert. Bei 15 der 17 hospitalisierten Patienten verschlechterte sich der Zustand während der Behandlung, vier Patienten verstarben.

WAS IST DIE PAPAGEIENKRANKHEIT?

Nach Angaben der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) infizieren sich Menschen in der Regel durch das Einatmen von Staub aus den Sekreten infizierter Vögel mit der Papageienkrankheit. Menschen können sich auch durch einen Vogelbiss oder durch Kontakt von Schnabel zu Mund anstecken. Die Krankheit wird nicht durch den Verzehr infizierter Tiere übertragen.

Die meisten Menschen, die an der Papageienkrankheit erkranken, zeigen fünf bis 14 Tage nach dem Kontakt mit einem kranken Vogel leichte Symptome, die Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, trockenen Husten, Fieber und Schüttelfrost umfassen können. Antibiotika können die Infektion behandeln; für Menschen verläuft sie nur selten tödlich.

In Österreich, wo normalerweise jährlich zwei Fälle dieser Krankheit gemeldet werden, wurden 2023 14 Fälle und in diesem Jahr bis zum 4. März vier weitere Fälle registriert. Die Fälle stehen nicht miteinander in Verbindung, und keiner der Betroffenen gab an, ins Ausland gereist zu sein oder Kontakt zu Wildvögeln gehabt zu haben.