Neue Gruppe gegründet: Hauptopposition in Griechenland gespalten

Elf Abgeordnete, die aus der größten griechischen Oppositionspartei, dem Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA), ausgetreten sind, haben eine neue Parlamentsfraktion gebildet. Es wurde bekannt gegeben, dass die neue Fraktion den Namen "Neue Linke (NEA)" tragen wird.

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Elf Abgeordnete, die aus der größten griechischen Oppositionspartei, dem Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA), ausgetreten sind, haben eine neue Parlamentsfraktion gebildet.

Die 11 Abgeordneten, unter denen sich auch ehemalige Minister aus der SYRIZA-Regierungszeit befinden, erklärten, ihr Ziel sei es nicht, Opposition gegen SYRIZA zu betreiben, sondern gegen die regierende Nea Dimokratia.

Efi Achtsioglou, Sia Anagnostopoulou, Nasos Iliopoulos, Dimitris Tzanakopoulos, Meropi Tzoufi, Theano Fotiou, Alexis Charitsis, die westthrakischen türkischen SYRIZA-Abgeordneten Hüseyin Zeybek und Özgür Ferhat, die am 23. November aus der Partei austraten, sowie die bereits Anfang November ausgetretenen Abgeordneten Euklid (Efklidis) Tsakalotos und Peti Perka werden ihre parlamentarische Arbeit fortan unter dem Dach der "Neuen Linken" fortsetzen.

Anfang November traten zwei Abgeordnete aus der SYRIZA aus, während neun weitere Abgeordnete, darunter zwei türkischstämmige Abgeordnete aus Westthrakien, am 23. November ihren Austritt aus der Hauptoppositionspartei SYRIZA erklärten. Sie begründeten dies damit, dass der neue Parteivorsitzende Stefanos Kasselakis und seine Führungsebene den politischen Kern der Probleme der Partei und des Landes nicht erfasst hätten und eine Diskussion darüber verweigerten.

Damit sank die Zahl der SYRIZA-Abgeordneten im 300 Sitze umfassenden Parlament, in das die Partei bei den Parlamentswahlen im Juni 2023 mit 47 Abgeordneten eingezogen war, auf 36.

KASSELAKIS' SCHNELLER AUFSTIEG

Bei den Präsidentschaftswahlen innerhalb der SYRIZA im September hatte sich Kasselakis gegen seine engste Konkurrentin Achtsioglou durchgesetzt und den Parteivorsitz übernommen.

Kasselakis, der zuvor weder als Abgeordneter noch als Minister tätig war, war erst 2021 mit der SYRIZA in Kontakt gekommen.

Auf Einladung des ehemaligen SYRIZA-Chefs Alexis Tsipras, der die Partei 2015 an die Macht geführt hatte, kandidierte Kasselakis bei den Parlamentswahlen im Mai und Juni 2023, schaffte jedoch nicht den Einzug ins Parlament.

Der 35-jährige Kasselakis, der aufgrund seiner herausragenden Leistungen in Mathematik mit 14 Jahren als Stipendiat in die USA auswanderte, dort Finanz- und Wirtschaftswissenschaften studierte, arbeitete eine Zeit lang bei Goldman Sachs und gründete anschließend sein eigenes Unternehmen im Bereich der Schifffahrt.

AUSTRETEN AUS DER PARTEI

Kasselakis hatte am 23. Oktober mitten in der Nacht über soziale Medien den Ausschluss von Panos Skourletis, Dimitris Vitsas und Nikos Filis gefordert. Er begründete dies damit, dass diese langjährigen Parteimitglieder, die während der Regierungszeit der Partei verschiedene Ministerposten innehatten, seit über fünf Jahren in Fernsehinterviews gegen die SYRIZA opponierten.

Seit diesem Datum kam es in vielen Bereichen der Partei, einschließlich der Jugendorganisation, zu weiteren Austritten.