Neue Sanktionen der USA gegen den Iran: Krypto-Börsen und „Schattenbanken“-Netzwerk im Visier
Das US-Finanzministerium hat neue Sanktionen aufgrund von Vorwürfen über Krypto-Transaktionen mit Iran-Bezug und ein „Schattenbanken“-Netzwerk angekündigt.
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Die US-Regierung hat ihre Sanktionsliste gegen den Iran erweitert, um den Markt für digitale Vermögenswerte und Finanzvermittlungsnetzwerke einzubeziehen. Das US-Finanzministerium gab bekannt, dass zwei Krypto-Börsen sowie damit verbundene Personen und Unternehmen ins Visier genommen wurden, denen vorgeworfen wird, die iranischen Revolutionsgarden zu finanzieren und bei der Umgehung von Sanktionen zu helfen.
Laut der Erklärung des Ministeriums richten sich die Sanktionen gegen die digitalen Handelsplattformen Shelbit Exchange und Aban Tether sowie gegen ein Finanznetzwerk aus Scheinfirmen, die in verschiedenen Ländern tätig sein sollen.
KRYPTO-PLATTFORMEN UND SCHATTENBANKEN-NETZWERK
Das US-Finanzministerium behauptete, dass Akteure mit Iran-Bezug hochvolumige Kryptowährungstransfers über unlizenzierte oder nur begrenzt regulierte Plattformen für digitale Vermögenswerte durchführten. In der Erklärung wurde behauptet, dass diese Transaktionen über Unternehmen, die zur Verschleierung der Mittelherkunft gegründet wurden, sowie über ein Online-Glücksspielnetzwerk abgewickelt wurden.
Das Ministerium argumentierte, dass illegale Einnahmen auf diese Weise gewaschen und den iranischen Revolutionsgarden sowie mit dem Regime verbundenen Personen zur Verfügung gestellt würden. In diesem Zusammenhang wurden Shelbit Exchange und Aban Tether in die Sanktionsliste aufgenommen.
Die Sanktionsentscheidung betrifft auch Siavash Kayvanpour, der als Anführer des multinationalen Unternehmensnetzwerks identifiziert wurde, das illegale Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten unterstützt haben soll. Es wurde mitgeteilt, dass der gebürtige Iraner Kayvanpour die Staatsbürgerschaften von Dominica und Afghanistan besitze und in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebe.
In einer separaten Erklärung kündigte das US-Finanzministerium zudem neue Schritte gegen ein „Schattenbanken“-System mit Iran-Bezug an. Es wurde berichtet, dass Personen und Organisationen, die angeblich die Überweisung von Hunderten Millionen Dollar über Netzwerke aus Banken, Scheinfirmen und Wechselstuben vermittelt haben sollen, auf die Sanktionsliste gesetzt wurden.
Andererseits hatte das Ministerium einen Tag zuvor die im Irak ansässige Fluggesellschaft Fly Baghdad von der Sanktionsliste gestrichen. Das Unternehmen war zuvor aufgrund von Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden mit Sanktionen belegt worden.