Neue Sanktionswelle der Europäischen Union gegen Russland

Die Europäische Union hat ein neues Sanktionspaket verabschiedet, das Schiffe ins Visier nimmt, die Russland für den Öltransport nutzt.

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Die Europäische Union (EU) hat das 17. Sanktionspaket gegen Russland gebilligt. Diese neue Sanktionswelle zielt auf rund 200 Schiffe ab, die Russland für den Transport von Erdöl einsetzt.

Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, gab die Verabschiedung der neuen Sanktionen nach einem Treffen der Außenminister in Brüssel über soziale Medien bekannt.

Kallas erklärte: „Schiffe der russischen Schattenflotte wurden auf die schwarze Liste gesetzt. Zudem arbeiten wir an neuen Maßnahmen gegen hybride Bedrohungen.“

Kallas betonte, dass bei einer Verlängerung des Krieges durch Russland noch härtere Sanktionen auf der Tagesordnung stünden, und wies darauf hin, dass die Details der neuen Sanktionen noch nicht vollständig veröffentlicht wurden.

DIE UMFANGREICHE SANKTIONSLISTE DER EU

Auf der Sanktionsliste der EU werden auch einige Unternehmen in Drittländern sowie zahlreiche Einzelpersonen stehen, denen vorgeworfen wird, die russische Verteidigungsindustrie mit Material zu beliefern.

In den vorangegangenen 16 Sanktionspaketen gegen Russland hatte die EU bereits Beschränkungen in Bereichen wie Handel, Finanzen, Energie und Technologie verhängt. In diesem Rahmen wurde der Transport von russischem Erdöl auf dem Seeweg untersagt, einige russische Banken wurden vom SWIFT-System ausgeschlossen und die Aktivitäten verschiedener Medienorganisationen wurden ausgesetzt.

Die Sanktionsliste der EU umfasst derzeit mehr als 2.000 Personen und Organisationen.