Neue Untersuchungen an der Titanic liefern Details zum Unglück

Bei einer umfassenden digitalen Vermessung des Wracks der Titanic wurde festgestellt, dass eines der Elemente, die zum Untergang führten, Löcher in der Größe von A4-Papier im Rumpf waren. Zudem wurde enthüllt, dass Eisbergfragmente während der Kollision bis in einige Passagierkabinen eindrangen.

AA

Einem Bericht der BBC zufolge haben die ersten vollständigen dreidimensionalen digitalen Scans der Titanic neue Details über den Prozess vor dem Untergang des Schiffes ans Licht gebracht.

In den 3D-Aufnahmen des Schiffes, das nach der Kollision mit einem Eisberg in zwei Teile zerbrach, wurde das in 3.800 Metern Tiefe liegende Wrack erstmals vollständig erfasst.

Die Aufnahmen zeigen, dass zahlreiche Löcher in der Größe von A4-Papier eine der Ursachen für den Untergang des Schiffes waren, während gleichzeitig festgestellt wurde, dass Eisbergfragmente während des Zusammenstoßes in einige Passagierkabinen eindrangen.

Der Titanic-Experte Parks Stephenson kommentierte die neuen Erkenntnisse mit den Worten: „Die Titanic ist der letzte lebende Zeuge dieser Katastrophe, und sie hat noch immer Geschichten zu erzählen.“

ARBEITER HANDELTEN HELDENHAFT

Die neuen Aufnahmen, die den Heizraum des Schiffes untersuchten, verdeutlichen, dass die Arbeiter bis zuletzt darum kämpften, die Beleuchtung des Schiffes aufrechtzuerhalten. 

Stephenson erklärte, dass dank der Bemühungen des Ingenieurteams, das die Öfen mit Kohle befeuerte, um das Licht brennen zu lassen, viele Menschenleben gerettet werden konnten.

Stephenson merkte an, dass die Arbeiter die Lichter und die Elektrizität bis zum Schluss in Betrieb hielten und sagte: „Dadurch gaben sie der Besatzung die Zeit, die Rettungsboote sicher zu Wasser zu lassen, anstatt in völliger Dunkelheit.“

Stephenson fügte hinzu, dass die Tatsache, dass das Dampfventil nach dem Untergang des Schiffes in offenem Zustand gefunden wurde, dies beweise, und betonte, dass dieses Team heldenhaft gehandelt habe.

DIE TITANIK SANK IN DEN ATLANTIK

Das Luxuspassagierschiff Titanic war am 10. April 1912 mit 2.224 Passagieren und Besatzungsmitgliedern von Southampton, England, in Richtung New York aufgebrochen.

Das Schiff sank am 15. April 1912 im Nordatlantik, nachdem es mit einem Eisberg kollidiert war.

Bei dem Unglück kamen mehr als 1.500 Menschen ums Leben. Das Schiff Carpathia, das wenige Stunden später am Unfallort eintraf, konnte 710 Personen retten.