Neue Zoll-Offensive der Trump-Regierung gegen Europa

US-Präsident Donald Trump hat beschlossen, die Zölle auf aus der Europäischen Union importierte Fahrzeuge deutlich zu erhöhen. Die scharfe Kritik aus Brüssel deutet auf eine neue Handelskrise zwischen den beiden Seiten hin.

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Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat der Europäischen Union vorgeworfen, sich nicht an die Regeln des Handelsabkommens zu halten, und angekündigt, die Zölle auf in Europa hergestellte Autos und Lastwagen von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen. Die betreffenden Zölle waren durch das 2025 unterzeichnete Handelsabkommen zwischen den USA und der EU auf einem Niveau von 15 Prozent festgeschrieben worden.

In einer Erklärung in den sozialen Medien sagte Trump: „Wenn europäische Automobilhersteller Fabriken in den USA errichten, werden keine Zölle erhoben.“ Es gilt als sicher, dass dieser neue Vorstoß des Weißen Hauses eine neue Welle der Spannungen zwischen den beiden Seiten auslösen wird.

Die erste Reaktion aus Brüssel fiel äußerst scharf aus. Der Vorsitzende des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, Bernd Lange, verurteilte die Entscheidung der Regierung in Washington mit den Worten: „Dieser Schritt zeigt, wie unberechenbar die USA sind. So geht man nicht mit engen Verbündeten um.“

ZUSÄTZLICHER DRUCK AUF DIE WELTWIRTSCHAFT

Das im vergangenen Jahr zwischen den USA und der EU in Kraft getretene Zollabkommen hatte eine Obergrenze von 15 Prozent für Zölle im Automobilsektor festgelegt. Nach Trumps Äußerungen mehren sich jedoch die Kommentare, dass das Abkommen verletzt wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass die neuen Zölle eine zusätzliche Belastung für die europäische Wirtschaft darstellen, die bereits mit Energiepreisen und regionalen Spannungen zu kämpfen hat.

Der Anstieg der Energiekosten und die Spannungen im Nahen Osten haben sich negativ auf die Kraftstoffpreise in Europa und den USA ausgewirkt. Die jährliche Inflation im Euroraum stieg im April auf 3 Prozent, nachdem sie im März bei 2,6 Prozent gelegen hatte, und erreichte damit einen Rekordwert. Insbesondere die Entwicklungen in der Straße von Hormus sollen eine wichtige Rolle beim Anstieg der Ölpreise spielen.

SONDERBEFREIUNG FÜR GROSSBRITANNIEN

Die harten Maßnahmen Amerikas gegen Europa gingen mit einem anderen Ansatz gegenüber Großbritannien einher. Die Trump-Regierung hob die Zollanwendung auf schottischen Whisky auf. Dieser Schritt wird als Signal für eine neue Annäherung in den Beziehungen zwischen London und Washington gewertet. Während Trump andererseits scharfe Kritik an Italien und Spanien übte, wird auch die Militärkrise mit Deutschland im Hinblick auf die Zukunft der Beziehungen zwischen den beiden Ländern aufmerksam verfolgt.